Sie befinden Sich hier:

Durch Ekel fahr ich meinen Lebenskarren - Eine szenische Collage über das Leben Erich Mühsams, zusammengestellt an Hand seiner Tagebücher - Fürth

Beginn:
05.11.2017, 16:00 Uhr
Ende:
-
Weitere Termine siehe am Ende dieser Seite

Durch Ekel fahr ich meinen Lebenskarren - Eine szenische Collage über das Leben Erich Mühsams, zusammengestellt an Hand seiner Tagebücher in Fürth

Wäre meine Lyrik als Ausdruck meiner Gesamtpersönlichkeit alles, was ich den Volksgenossen zu bieten hätte, dann hätte ich der Aufforderung, eine Selbstbiographie zu schreiben, in der Weise entsprochen, daß ich den Literaturhistorikern Gelegenheit gegeben hätte, mich zu klassifizieren: Geboren 6. April 1878 in Berlin; Kindheit, Jugend, Gymnasialbesuch in Lübeck; unverständige Lehrer, niemand, der die Besonderheit des Kindes erkannt hätte, infolgedessen: Widerspenstigkeit, Faulheit, Beschäftigung mit fremden Dingen. Frühzeitige Dichtversuche, die weder in der Schule noch im Elternhause Förderung finden - 1900 Apothekergehilfe an verschiedenen Orten, zuletzt in Berlin-1909 dauernder Wohnsitz in München; Kabarettätigkeit, Theaterkritik, schriftstellerische Tätigkeit. Freundschaftlicher Verkehr mit Frank Wedekind und vielen andern Dichtern und Künstlern. Drei Gedichtbände, vier Theaterstücke; 1911–14 Herausgeber der literarisch-revolutionären Monatsschrift »Kain. Zeitschrift für Menschlichkeit«. Seitdem in den Händen der konterrevolutionären bayerischen Staatsgewalt
Mit diesen Mitteilungen wäre meine Biographie erschöpft, wenn ich mein Leben allein in meinen literarischen Leistungen charakterisiert sähe. Aber ich betrachte meine schriftstellerische Arbeit, vor allem meine dichterischen Erzeugnisse, nur als das Archiv meiner seelischen Erlebnisse, als Teilausdruck meines Temperaments. Das Temperament eines Menschen ist die Summe der Stimmungen, die Hirn und Herz von den Ausströmungen der Umwelt empfangen. Das meinige ist revolutionär. Mein Werdegang und meine Lebenstätigkeit wurden bestimmt von dem Widerstand, den ich von Kindheit an den Einflüssen entgegensetzte, die sich mir in Erziehung und Entwicklung im privaten und gesellschaftlichen Leben aufzudrängen suchten. Die Abwehr dieser Einflüsse war von jeher der Inhalt meiner Arbeit und meiner Bestrebungen.“
geschrieben Festung Niederschönenfeld 1920
(die Besetzung steht noch nicht fest) Dramaturgie und Inszenierung: Brigitte Döring
Eintritt: VVK 10,- Euro/AK13,- Euro/ ermäßigt 8,- Euro (nur AK)

Tickets für diese Veranstaltung bei www.reservix.de kaufen
Preis pro Ticket: 11,00 € *
Versandart: Tickets selbst ausdrucken (print@home) oder Versand per Post
* Preise inkl. MwSt. und Gebühren zzgl. Service- und Versandkosten.
Hinweis: Wir stellen auf dieser Seite Veranstaltungsinformationen von Drittfirmen (in diesem Fall Reservix.de) zur Verfügung. Für die Korrektheit dieser Daten wird keine Gewähr übernommen. Ebenfalls übernehmen wir keine Gewähr, dass auf Bildern gezeigte Künstler oder sonstige Inhalte tatsächlich bei der Veranstaltung zu sehen sind.
Bilder

Aktuell sind noch keine Bilder vorhanden.

Besitzen Sie Fotografien dieser Veranstaltung und möchten Sie diese hier präsentieren? Dann klicken Sie bitte auf "Diese Beschreibung ergänzen" im Service-Bereich auf der rechten Seite, um uns Ihre Bilder zu schicken. Wir veröffentlichen Ihre Bilder unter Nennung Ihres Namens.

- Werbung -
Adresse

Weitere Termine dieser Veranstaltung

 

Ähnliche Veranstaltung suchen
... nach Ort
Veranstaltungen in Fürth
... nach Thema
Oper, Theater & Musical
Theater

Diese Veranstaltung...
Soziale Netzwerke
Version