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Änderung der Fürther Baumschutzverordnung: Mehr Freiheit, weniger Bürokratie

In der nächsten Sitzung des Umweltausschusses am Donnerstag, 22. Januar, 15 Uhr (Rathaus, großer Sitzungssaal), wird die Stadtverwaltung eine Liberalisierung der in Fürth geltenden Baumschutzverordnung vorschlagen.

Waren bisher Laub- und Nadelbäume von einem Stammumfang ab 60 Zentimeter aufwärts durch die Baumschutzverordnung geschützt, soll diese Grenze nunmehr auf 80 Zentimeter angehoben werden. Damit würde sich, sofern der Ausschuss zustimmt, die Stadt Fürth der Handhabung ihrer Nachbarn Nürnberg und Erlangen anschließen. Die einheitliche Handhabung im Großraum, so Oberbürgermeister Thomas Jung, wäre damit sichergestellt. Es war der Bürgerschaft in Einzelfällen nicht mehr zu vermitteln, dass diesseits der Stadtgrenze schärfere Bestimmungen gelten sollen als beispielsweise einige Meter weiter in Nürnberg.

Gleichzeitig soll im Vollzug der Baumschutzverordnung von der bisher sehr restriktiven Handhabung etwas abgewichen werden und statt „restriktivem Vollzug“ nunmehr ein „situationsangemessener Vollzug“ Platz greifen. Damit würden der Verwaltung mehr Spielräume eröffnet, auch in Einzelfällen ungewollte Härten auszugleichen.

Dies werde, so betont Umweltreferent Christoph Maier jedoch ausdrücklich, nicht dazu führen, dass jedem Fäll-Antrag nunmehr nachgegeben werde. Auch künftig werde es Entscheidungen geben, die nicht jeden Bürgerwunsch erfüllen.

Dem Schutz des Baumbestandes werde, gerade angesichts der Klimaerwärmung, auch in Zukunft erhebliche Bedeutung für die Lebensqualität in Fürth zukommen, sind sich Jung und Maier einig.

Das ursprüngliche Vorhaben, Nadelbäume aus dem Geltungsbereich der Baumschutzverordnung ebenso herauszunehmen wie kleine Grundstücke wird aufgegeben, auch die geplante Unterschutzstellung von Obstbäumen wird nicht Bestandteil der Änderung.

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