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Neubau der Kreuzung von Bahnbrücke und Martinsbühler Straße in Erlangen beginnt am Montag

Am 23. Februar beginnt im Abschnitt Erlangen des viergleisigen Ausbaus der Bahnstrecke Nürnberg – Berlin (Teil des Projektes VDE8) eines der sensibelsten Vorhaben: Der Neubau der Bahnbrücke über die Martinsbühler Straße auf vier Gleise unter Aufrechterhaltung des Bahnbetriebes mit gleichzeitiger Absenkung der Straße für eine künftige Durchfahrtshöhe für den Straßenverkehr von 4,50 Metern und damit verbundenem Eingriff in das hochanstehende Grundwasser.

Auf Grund der Schlüsselposition der Martinsbühler Straße als eine der Hauptzufahrten zur Altstadt wurde mit der Stadt Erlangen ein Bauablauf abgestimmt, der eine nahezu durchgehende, wenn auch einstreifige Verkehrsführung im Baubereich ermöglicht. Vorbild war hier die Paul-Gossen-Straße, die ebenfalls während der Bauzeit fast durchgängig für den Straßenverkehr zur Verfügung stand. Für die Martinsbühler Straße wurden im Vorfeld umfangeiche Verkehrssimulationen durchgeführt. Ergebnis war, dass bei einer durchgehenden Öffnung der Baustelle für den stadtauswärtsführenden Verkehr die geringsten Auswirkungen für den Verkehr in der Altstadt von Erlangen zu erwarten sind. Dieses Konzept wird nun umgesetzt und gilt für die gesamte Bauzeit der Eisenbahnüberführung über die Martinsbühler Straße.

Die Autofahrer und Altstadtbesucher können sich damit auf eine beständige Verkehrsführung während der Umbauzeit einstellen, die großräumig ausgeschildert ist. Auch der Busverkehr ist mit Linienführung und Haltestellen darauf abgestimmt. Ausnahmen gibt es nur während der Bergkirchweih. Während des Festes werden die Bauleute die Martinsbühler Straße jeweils zweistreifig für den Verkehr zur Verfügung stellen.

Der Bauablauf: Zuerst wird östlich der bestehenden Bahnbrücke, auf der zwei Gleise verlaufen, eine neue, ebenfalls für zwei Gleise ausgelegte Bahnbrücke gebaut. Auf dieser kann der Bahnverkehr rollen, wenn danach die bestehende alte Brücke abgerissen und durch eine neue Brücke ersetzt wird. Unter den Brückenbauabschnitten wird die Martinsbühler Straße künftig in einer so genannten Grundwasserwanne geführt. Das ist ein massiver Betontrog, der durch Gewicht und Konstruktion stabil im anstehenden Grundwasser liegt und die tiefer gelegte Straßenführung ermöglicht. Beim Bau kommen aufwendige Bauverfahren und Materialien, wie Unterwasserbeton, zum Einsatz.

Die Arbeiten sind Teil des 16 Kilometer langen Baubereichs Erlangen von Eltersdorf bis Baiersdorf. Ziel ist neben dem Ausbau der Fernverkehrsstrecke München-Berlin ein komfortabler S-Bahn-Verkehr von Nürnberg bis Forchheim bzw. Bamberg im 20-Minuten-Takt. Erste Ergebnisse sind absehbar. So wird der neue S-Bahn-Haltepunkt Erlangen-Paul-Gossen-Straße unter der neuen Straßenbrücke Ende dieses Jahres in Betrieb gehen.

Informationen gibt es vor Ort im “DB-Informationspunkt Bau“ in der Güterbahnhofstraße 2 in Erlangen von Mittwoch bis Sonntag von 12 bis 19 Uhr. Telefon 09131 400 1426 oder unter www.vde8.de.

Der Bauabschnitt Erlangen ist Teil des Verkehrsprojekts Deutsche Einheit (VDE) Nr. 8. Es umfasst die 500 Kilometer lange Aus- und Neubaustrecke zwischen Nürnberg–Erfurt–Leipzig/Halle und Berlin. Finanziert wird es vom Bund, der Europäischen Union und der Bahn. Die Investition beträgt etwa 10 Milliarden Euro. Die neue Bahn-Verbindung ermöglicht nach Fertigstellung eine Reisezeit von München nach Berlin in etwa 4 Stunden und bietet eine umweltfreundliche Trasse für den Güterverkehr. Mit der Fertigstellung von 230 Kilometern Neubaustrecke von Franken durch den Thüringer Wald nach Mitteldeutschland ist die Verbindung 2017 betriebsbereit. Abschnittsweise werden dafür über 80 Kilometer Ausbaustrecke von Nürnberg bis nach Ebensfeld viergleisig ausgebaut.

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