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Fürth: Weitere Geschäftsaufgabe in der Gustavstraße

Die Initiative "Wir sind die Gustavstraße" nimmt mit Betroffenheit zur Kenntnis, dass aufgrund des jüngsten Gerichtsurteils zu den Bewirtungszeiten in der Gustavstraße ein weiterer Gastwirt das Handtuch schmeißt. Harald Walter vom Pfeifndurla hört auf. Begründung: "Es geht gar nicht darum, ob es sich überhaupt noch rechnet. Ich habe einfach keine Lust, meine Gäste um halb 10 nachhause schicken zu müssen." - Das ist nach "Wein & Meer" die zweite Schließung bzw. Verlagerung aufgrund des gerichtlichen Feldzuges einiger Nicht-Anwohner gegen die Gustavstraße. Die Schließung des Grünen Baumes hatte zwar überwiegend andere Gründe, aber auch hier spielten die zunehmenden Einschränkungen eine Rolle.

Das Urteil besagt, dass ein Hinausschieben des Beginns der Nachtzeit auf 23.00 Uhr grundsätzlich nur hinsichtlich derjenigen Nächte in Betracht komme, die einem Samstag oder einem Sonn- oder Feiertag vorausgehen. Damit müssen in aller Regel Montag bis Donnerstag um 22 Uhr die Freischankflächen abgeräumt sein. Nicht nur für Harald Walter ein Unding.

Dennoch kann das Urteil am 11. Februar 2016 veröffentlichte Urteil des Verwaltungsgerichtshofes als Teilerfolg gesehen werden, da nun das oberste bayerische Verwaltungsgericht die Auffassung des Umweltbundesamtes bestätigt, der zufolge die TA-Lärm nicht auf Freischankflächen anzuwenden ist. Dies wurde von Verwaltungsgerichten, von Teilen des Landtages und von den entsprechenden bayerischen Staatsministerien zeitweise bestritten.

Umso mehr liegt jetzt die Verantwortung beim Landtag und vor allem bei dessen Mehrheitsfraktion CSU, den Beschränkungen entgegen zu steuern. Dementsprechend erwartet die Initiative "Wir sind die Gustavstraße" eine Beachtung unserer Forderungen, die dem Landtag am 16. Juli 2015 übergeben wurden und inzwischen von mehr als 22.000 Bürgern unterstützt werden.

Die Initiative"Wir sind die Gustavstraße" hat durch unablässige Aufklärungsarbeit das Problembewusstsein in der Bevölkerung und im bayerischen Landtag geschärft. Sie wird weiterhin nichts unversucht lassen, damit die Gustavstraße nicht noch mehr von ihrem kulturellen und gesellschaftlichen Wert als gemütlicher Treffpunkt für die ganze Region einbüßt.

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