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Peter M. Roese und sein Manuskript "Südseeträumereien", dessen Handlung auch in der Fränkischen Schweiz spielt

Es ist im 1. Viertel des 19. Jahrhunders, als der Protagonist Tobias nach vielen Jahren Aufenthalt in der Südsee in seine Heimat Franken zurückkehrt. Er wird begleitet von seiner Tochter Sharleen, der Chinesin Song Ting mit Sohn Charles und dem treuen Diener Peseti aus dem Königreich Tonga.

Sie heuern den Kutscher Hinrichsen samt Fahrzeug an, der aus Hamburg stammt. Er ist in den Wirren der napolionischen Kriege in Nürnberg hängengeblieben und hat eine Familie gegründet. Nachdem sie die Stadt verlassen haben, geht es durch den Reichswald, Als sie eine Steigung hinunterrollen, sehen Sie ihr Ziel vor sich liegen. Sie halten einen Moment inne. Heroldsberg ist schon ein stattlicher Ort, mit einer imposanten, wehrhaft aussehenden Kirche und mehreren herrschaftlichen Häusern.
... ... ...
Hinrichsen kennt die Furt durch die Gründlach. Am Ufer waschen Frauen und Mädchen lachend und scherzend die Wäsch. Der Gasthof "Rotes Ross"entpuppt sich als doppelstöckiges Gebäude mit hohem. spitzem Giebel, mit der Schmalseite zur Hauptstraße. Dort ist ein eingentümliches turmartiges Gebäude mit sechseckigem Grundriß angebaut, das so gar nicht hierher paßt.
"Was ist denn das?" fragt Tobias den Kutscher.
"Das ist die Zollstelle für den Pflasterzoll, welchen Kaufleute und Fuhrwerker entrichten müssen", informiert ihn der Hamburger. "Hier nebenan das große Gebäude ist übrigens das Brauhaus vom Gasthof."
Da kommt auch schon ein mürrisch dreinblickender Mensch in einer Art Uniform auf die Kutsche zu. Während der Kutscher den Pflasterzoll entrichtet steigen die Reisenden aus und gehen um die Ecke zum Eingang des Gasthofs. Eine stattliche Matrone schwer bestimmbaren Alters mit einer blütendweißen Schürze werkelt schimpfend am Türschloß herum.
"Grüß Gott, gute Frau", begrüßt Tobias sie, "ich suche eine Frau Margarethe, die eine gute Köchin sein soll."
"Da habt Ihr Glück, i bin die Margarethe Lämmermann, geborene Lohr", antwortet sie geschmeichelt. "Woher wißt Ihr des mit der goudn Köchin?"
"Von einem bayerischen Leutnant in der Pfalz."
"Waaas ..., Ihr habt den Heinrich troffen, meinen Neffen?"
Da erzählt ihr Tobias wie der Neffe sie und den Gasthof empfohlen hat. Ein Mann, so um die Vierzig, mit einem verlebten Gesicht, gesellt sich zu ihnen. Es ist der Wirt Jeremias Lämmermann. Es stellt sich heraus, daß nur noch eine der beiden Schlafkammern frei ist. Da werden natürlich Song Ting und Sharleen untergebracht. Peseti wird sicherheitshalber vor deren Türe schlafen.
"Die Herrn könner ja im Gastzimmer schloufn, mir glabbn da die Bäng hoch", läßt sich der Wirt vernehmen.
"Für zwei, drei Nächte ist das schon in Ordnung", antwortet Tobias leichthin, "wir wollen ja schließlich in der Nähe der Frauen bleiben."
Die Gesellschaft betritt die zu ebener Erde liegende geräumige Gaststube. Einige Gäste sitzen bereits vor ihren Bierkrügen und blicken überrascht auf die beiden bildhübschen Frauen die da hereinkommen. Sie lassen sich nieder und bestellen Bier und Wein.
"Ich nehm o, die Herrschafdn sin hungrich?" fragt die Wirtin, in die Runde blickend.
"Sicher sind wir hungrig und warten schon auf Eure Spezialitäten, Frau Wirtin", erwidert Tobias. Die anderen nicken zustimmend.
"Dou bring ich nacherd a große Schüssel Saure Zipfl", verkündet die Köchin triumphierend. "Der Sud kochd scho, da brauch ich bloß noch die Wörschd neileng."

So, mehr wird nicht verraten ...

Peter M. Roese wurde 1944 in Erkangen geboren. Zahlreiche private und geschäftliche Reisen führten den Techniker rund um den Globus, so auch in die Südsee. Der Autor hofft auf diese Weise das Interesse von Verlagen an dem Manuskript "Südseeträumereien" zu wecken ...

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