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Naturbiotop verwandelt sich in Fantasiewelt

Trolle, Elfen, Waldfeen… Die Gestalten aus der nordischen Märchenwelt kennt wohl jeder. Vorstellbar werden sie nun in der ehemaligen Lehmgrube im Oerlenbacher Ortsteil Ebenhausen. Entlang eines Erlebnispfads können kleine und große Besucher ab 2013 der Fantasiewelt des berühmten Zeichners John Bauer nachspüren. Der Vater des schwedischen Künstlers stammt aus dem idyllischen Ort nahe Bad Kissingen.
Der offizielle Startschuss für das außergewöhnliche Projekt fiel am 2. April in der neuen Heimat der Trolle. Landrat Thomas Bold begrüßte Akteure und Presse auf dem Gelände einer ehemaligen Ziegelei, die sich in den letzten Jahren in einen artenreichen Naturbiotop verwandelt hat. „Dieses neue Leader-Projekt bereichert unser Angebot touristisch, kulturell und umweltpädagogisch“, führte Landrat Thomas Bold im Rahmen der Auftaktveranstaltung aus. Einheimische und Gäste würden von der Initiative der Gemeinde Oerlenbach gleichermaßen profitieren. Den Förderbescheid des EU-Programms Leader übergab Karl-Heinz Suhl, Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten an Bürgermeister Siegfried Erhard und Landrat Thomas Bold.

Das mit Unterstützung des Regionalmanagements der Landkreise Bad Kissingen und Rhön-Grabfeld auf den Weg gebrachte Leader-Projekt „Troll-ige Riedelgrube“ zeigt zukünftig das künstlerische Wirken von John Bauer, dem berühmten „Enkel“ der Oerlenbacher in einem fantasiereichen, naturerlebnisbetonten Zusammenhang. Ein Rundweg im Gelände wird behutsam angereichert mit Erlebnis- und Ruhestationen, um der nordischen Märchenwelt nachzuspüren. Dies geschieht nicht durch tatsächliche Trollfiguren, sondern einzig durch Installationen, die zum Innehalten, Nachspüren und die Fantasie anregen. Unterstützt wird dieser Anspruch künftig durch geführte Aufenthalte in dem Gelände mit Angeboten für alle Generationen. Einzelne Stationen werden auch über die Flora und Fauna und den ehemaligen Industriestandort informieren, so dass diesem der Natur zurückgegebenen Standort mit seiner Nutzungshistorie besonders Rechnung getragen wird. Ziel ist es, die Fantasie der Besucher anzuregen und für einen behutsamen Umgang mit der Natur zu sensibilisieren.

„Die Landschaftsdarstellungen von John Bauer spiegeln sich in idealer Weise im Landschaftsbild der Riedelgrube mit ihren Steilböschungen und Wäldchen sowie den offenen Wiesen- und Staudenflächen wider“, führte Bürgermeister Siegfried Erhard aus. Ergänzend können sich Freunde von Märchen, Mythen und Sagen im John-Bauer-Museum in Ebenhausen über den Künstler informieren, Trollspuren auf den Gehwegen werden künftig den Weg dorthin zeigen und Museum und „Riedelgrube“ verbinden. Geplant sind auch gemeinsame Aktionen mit der neuen Abteilung SpielZeugWelt im Bad Kissinger Museum Obere Saline – ebenfalls einem Leader-Projekt. Darüber hinaus soll es in dem neuen Ausflugsziel vielerlei Veranstaltungen und Programme geben. Der Bogen spannt sich vom Bau eines Trollbaums über Zeichenkurse bis zum Fest „Nacht der Trolle“.

Die Fördersumme von Leader beträgt 56.790,00 EURO. Die Eigenmittel der Gemeinde Oerlenbach betragen weitere 78.009,00 EURO, die Gesamtkosten für das Projekt Troll-ige Riedelgrube liegen bei 134.799,00 EURO. Unterstützt haben das Projekt die aktiven Ortsbürgerinnen und –bürger, das Management der Allianz Oberes Werntal, das Regionalmanagement der Landkreise Bad Kissingen und Rhön-Grabfeld, BUND Naturschutz sowie Kindergärten und Schulen der Region. Das fachliche Knowhow zu John Bauer liefert eine Kunsthistorikerin, die auch schon das Museum eingerichtet hat.

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Große Freude herrscht bei den Initiatoren der „Troll-igen“ Riedelgrube in Ebenhausen über den Förderbescheid von Leader. V.l.n.r.: die Regionalmanagerinnen Cordula Kuhlmann und Ursula Schneider, Landrat Thomas Bold, Karl-Heinz Suhl, Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten, Siegfried Erhard, Bürgermeister der Gemeinde Oerlenbach, sowie Arthur Arnold, Manager der Allianz Oberes Werntal. Foto Tonya Schulz

Auf Entdeckungsreise in die fantastische Märchenwelt von Trollen und Waldgeistern begaben sich fürs Pressefoto schon einmal die Akteure der „Troll-igen“ Riedelgrube Ebenhausen. Dank tatkräftiger Unterstützung von Regionalmanagerin Ursula Schneider, Landrat Thomas Bold, Landschaftsarchitekt Valtin Dietz, Allianzmanager Arthur Arnold, Karl-Heinz Suhl, AELF sowie Bürgermeister Siegfried Erhard, (v.l.n.r.) verwandelt sich das aus einer Lehmgrube entstandene Biotop in eine Fantasiewelt. Foto T.Schulz

Trolle, Feen und Waldgeistern lassen sich bald in der Riedelgrube im Oerlenbacher Ortsteil Ebenhausen “erspüren“. Natur und Fantasie, Kultur- und Nutzungshistorie werden hier neuartig verwoben und die Kunst- und Sinneswelt des schwedischen Märchenillustrators John Bauer gewürdigt. Foto Archiv John-Bauer-Museum Jonköping.

Ab 2013 können kleine und große Besucher die Troll-ige Riedelgrube im Oerlenbacher Ortsteil Ebenhausen als neues Ausflugsziel ansteuern. Die ehemalige Lehmgrube verwandelt sich hierfür in eine Sinnes- und Erlebniswelt für die naturverbundenen Märchenfantasien des schwedischen Künstlers John Bauer. Foto Archiv John-Bauer-Museum Jonköping.
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