Sie befinden Sich hier:

Neues aus der Geschäftsstelle der „Wege zu Cranach“

Das Themenjahr „Bild und Bibel“ anläßlich des 500. Geburtstagstages von Lucas Cranach dem Jüngeren wurde jüngst mit zwei Tagungen in Weimar und Lutherstadt Wittenberg wissenschaftlich eingeläutet. Dr. Elke Anna Werner, Vorsitzende des wissenschaftlichen Beirates der „Wege zu Cranach“ und mitverantwortlich für das Wittenberger Symposium, berichtete beim Partnertreffen der Städtekooperation in Meißen ausführlich von den Herausforderungen, die Künstlerpersönlichkeit Lucas Cranach des Jüngeren sowie seine Bedeutung als Wittenberger Bürger auf Grundlage eines breiten interdisziplinären Ansatzes herauszuarbeiten. Die Vorträge des Symposiums und auch die der Weimarer Tagung werden im kommenden Cranach-Jahr 2015 als Tagungsbände vorliegen. Schon in diesem Herbst, so berichtete Kulturamtsleiter Ronny Schwalbe (Neustadt an der Orla) in der Sitzung, wird der Band zur Tagung in Neustadt an der Orla erscheinen, die im vergangenen September die Bedeutung des 1513 errichteten Canach-Altares in der Neustädter Stadtpfarrkirche St. Johannis würdigte.

Auch die „Wege zu Cranach“ selbst werden im Frühjahr 2015 mit einer Publikation aufwarten. So beschlossen die Partner, einen Reiseführer auf den Weg zu bringen, in dem die zwölf Cranach-Orte der Kooperation kulturinteressierten Reisenden noch ausführlicher vorgestellt werden. Daneben bauen die „Wege zu Cranach“ ihr Webportal www.wege-zu-cranach.de hinsichtlich der englischsprachigen Angebote weiter aus, und ein eigener Bereich für Reiseveranstalter wird entstehen. Denn deren Interesse am Cranach-Jahr ist enorm.

Im Anschluss an die Sitzung lud Restaurator Peter Vohland zu einer Führung in den Meißner Dom ein und erläuterte die dortigen Cranach-Werke, aus denen besonders das Altartryptichon in der Georgs-Kapelle von Lucas Cranach d. Ä. (1534) künstlerisch herausragt.

Den Dom zu Meißen hat im vergangenen Herbst auch der Kronacher Lucas-Cranach-Arbeitskreis im Rahmen seiner Fahrten zu den Cranach-Orten der Kooperation besucht. Vor einer Woche steuerte der Arbeitskreis nun bei seinem Frühjahrsausflug keinen Partnerort an, aber mit Mühlhausen in Thüringen einen historisch bedeutsamen Ort des Protestantismus. Anlässlich der Ausstellung „Umsonst ist der Tod. Alltag und Frömmigkeit am Vorabend der Reformation“ im Museum am Lindenbühl fuhren mehr als 30 Kronacherinnen und Kronacher in die im Mittelalter neben Erfurt bedeutendste Stadt Thüringens. Die Ausstellung selbst, aber auch interessante Geschichte des Ortes sowie die Stadtanlage und Kirchenarchitektur Mühlhausens begeisterten die Teilnehmer der Fahrt.

 

Tipp 1:
Eine weitere Tagung findet am 23. und 24. Mai 2014 in Erfurt statt. Unter dem Titel „Kontroverse und Kompriss“ stehen dann der Pfeilerbildzyklus des Mariendoms und die Kultur der Bikonfessionalität im Erfurt des 16. Jahrhunderts im Mittelpunkt. Veranstaltet wird die Tagung von der Professur für Kunstgeschichte/Kunsttheorie der Universität Erfurt, dem Erfurter Angermuseum und dem Bistum Erfurt.

Tipp 2
Der Lucas-Cranach-Arbeitskreis der Stadt Kronach bietet zusammen mit dem Kronacher Freundeskreis ev. Akademie Tutzing e.V. im Herbst eine weitere Tagesfahrt an. Ausflugsziel am 25.10.2014 wird dann die Cranach-Partner-Stadt Gotha sein.

- Werbung -
Bilder

Aktuell sind noch keine Bilder vorhanden.

Weitere Nachrichten aus den Themenbereichen
Allgemein
Diese Nachricht...
Soziale Netzwerke
Facebook   Twitter   MeinVZ
Version