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Simon Marius am Himmel verewigt: Asteroid nach fränkischem Astronomen benannt

Eines der großen Ziele des Simon-Marius-Jubiläums 2014 wurde erreicht. Das für die Benennung von Kleinplaneten, Kometen und natürlichen Satelliten zuständige Komitee der Internationalen Astronomischen Union (IAU) hat bekannt gegeben, dass der Asteroid „1980 SM“ zukünftig „(7984) Marius“ heißt. Der Kleinplanet im sogenannten Hauptgürtel zwischen Mars und Jupiter wurde erstmals am 29. September 1980 am Kleť Observatorium (Hvězdárna Kleť) beobachtet.

Das Minor Planet Center (MPC) teilte die Entscheidung des Committee for Small-Body Nomenclature der Internationalen Astronomischen Union (IAU) Ende März mit, wonach der von der Tschechischen Astronomin Zdeňka Vávrová entdeckte Asteroid nach dem Ansbacher Hofastronomen Simon Marius (1573–1624) benannt wird. Der Himmelskörper kreist in 4,27 Jahren und dem 2,63-fachen Abstand Erde-Sonne um unser Zentralgestirn. Seine Geschwindigkeit beträgt durchschnittlich 7,57 km/s.

Die Anerkennung durch die Internationale Astronomische Union ist eine große Ehre für den fränkischen Astronomen, dessen Hauptwerk „Mundus Iovialis“ vor vierhundert Jahren erschien. Dort beschreibt er die Entdeckung der Jupitermonde, die Galileo Galilei und Simon Marius im Januar 1610 erstmals sahen. Da Galilei früher publizierte, beschuldigte dieser Marius des Plagiats, was erst Anfang des 20. Jahrhunderts als unbegründet erwiesen wurde.

Im Rahmen des Simon-Marius-Jubiläums 2014 würdigen verschiedene Veranstaltungen sein Werk und die Nürnberger Astronomische Gesellschaft hat das 24-sprachige Marius-Portal www.simon-marius.net eingerichtet, das alle elektronischen Quellen und Sekundärliteratur zusammenführt und der internationalen Wissenschaft wie auch Interessierten verfügbar macht. Die Namensgebung ist der zweite Meilenstein.

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Bilder

Das Bild illustriert die Bahn des Asteroiden. Dafür wurden 30 Stunden die Bahndaten von 150000 Körpern berechnet.
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