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Bürgerentscheid in Erlangen: Mehrheit gegen Landesgartenschau

Die Erlanger Bürgerinnen und Bürger haben sich gegen die Durchführung der bayerischen Landesgartenschau 2024 in Erlangen ausgesprochen. Beim Bürgerentscheid am Sonntag stimmten laut Schnellmeldungen 69,3 % für den Vorschlag einer Bürgerinitiative, die Schau zu stoppen. Insgesamt 34.175 Wahlberechtigte nahmen an der Abstimmung teil, die Beteiligung lag somit bei 41,7 %. Das amtliche Endergebnis soll bis Mittwoch vorliegen.

Zwischen 8:00 und 18:00 Uhr waren im gesamten Stadtgebiet 57 Abstimmungslokale geöffnet. Rund 650 ehrenamtliche Helferinnen und Helfer sorgten für eine ordnungsgemäße Durchführung des Bürgerentscheids und eine zügige Ergebnisermittlung.

Oberbürgermeister Florian Janik zeigte sich enttäuscht über den Ausgang des Entscheids: „Schon lange diskutieren wir darüber, wie wir Alt- und Innenstadt stärken können. Weite Teile des Stadtrats haben die Landesgartenschau als Chance gesehen, einen mutigen Impuls im Norden der Stadt zu setzen. Die Bürgerinnen und Bürger hat das nicht überzeugt.“

„Die Neustrukturierung der Universität und der Siemens-Campus verändern die Stadt, wenn wir in Erlangen ein lebendiges Zentrum erhalten wollen, müssen wir reagieren“, sagte Janik. Es gelte jetzt, die bereits angestoßenen Maßnahmen zur Verbesserung der Verkehrssituation und zur Aufenthaltsqualität in der Innenstadt fortzuführen. Ferner müsse man überprüfen, welche weiterführenden Ideen sich auch ohne eine Landesgartenschau realisieren lassen.

„Ich danke allen Menschen, die sich mit großem Engagement an der Debatte beteiligt haben. Mein besonderer Dank gilt allen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern und den Mitarbeitern der Stadtverwaltung, die heute für die reibungslose Durchführung des Entscheids gesorgt haben“, sagte Janik.

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