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Der Felssturz auf der Burg Veldenstein in Neuhaus a.d.Pegnitz und “Allgäu Sixties”, der Kultroman der 60er Jahre, von von Peter M. Roese

Der bedauerliche Felssturz auf der Burg Veldenstein, Gott sei Dank glimpflich verlaufen, weckt Erinnerungen an unbeschwerte Tage während der turbulenten 60er Jahre. Über dieses stürmische Jahrzehnt wurde viel geschrieben, deshalb braucht hier nicht näher darauf eingegangen werden, das steht alles in “Allgäu Sixties. Das Größte aber war damals die Musik. die man heute noch hört. Neulich erst wurde der 50. Geburtstag des Star Clubs in Hamburg gefeiert, wo die Beatles sich die ersten Lorbeeren zusammen mit Tony Sheridan erwarben. Tony Sheridan starb leider kürzlich, aber die Rolling Stones sind immer noch zugange, wie eh’ und je.

Übrigens, der Leser sollte sich durch Titel “Allgäu Sixties” nicht täuschen lassen, denn ein ganzes Kapitel und mehr der Handlung trägt sich tatsächlich in Neuhaus an der Pegnitz und auf der Burg Veldenstein zu. Der Protagonist Rossner, ein gebürtiger Franke, fuhr 1967 bei strahlendem Sonnenschein mit seinem bemalten und mit Sprüchen versehenen Hippie-VW-Bulli das herrliche Pegnitztal hinauf, um seine Eltern in Neuhaus an der Pegnitz zu besuchen. Der Bus war übrigens einer der ersten seiner Art in der damaligen Bundesrepublik. Mit diesem auffälligen Fahrzeug erlebte Rossner auch einige lustige Abenteuer im Pegnitztal. Dabei erregte er einiges Aufsehen.

Für immer im Gedächtnis bleiben die ausgelassenen Parties auf der Burg Veldenstein. Das Highlight bildete das mühsame Besteigen des Bergfrieds, über steile Treppen, mit einem Kasten Bier und Knabbereien. Da ertönte mancher ärgerliche Fluch, wenn sich einer der Träger den Kopf anhaute. Empfangen wurde die ausgelassene Gesellschaft unten im Bergfried von der bronzenen Statue der Jungfrau von Orleans, die dem munteren Treiben ohne mit der Wimper zu zucken zusah. Auch über Sie gibt es eine nette Anekdote in “Allgäu Sixties”. Oben gab es eine Kammer für den Wächter und davor eine Kochstelle und direkt daneben sinnigerweise ein Freiluft-Plumps-Klosett, von den Rittersleuten auch “haimlich’ Gemach” genannt. Was in diesem Fall “heimlich” sei sollte, blieb im wahrsten Sinne des Wortes offen. Dieses Freiluft-Plumps-Klosett spielt übrigens in “Allgäu Sixties” auch eine Rolle. Halt. halt, halt ... mehr wird nicht verraten ...

“Allgäu Sixties” ist eine Story mit viel Musik und Klamauk, gespickt mit gesellschaftskritischen Anmerkungen, wie sie sich so oder ähnlich seinerzeit an vielen Orten der Bundesrepublik zugetragen hat.

Peter M. Roese “Allgäu Sixties” (www.infoverlag.de) ISBN 978-3-88190-630-2 (320 Seiten, 14,80 Euro)

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