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Die Erlanger Metzgerei Brunner siegt beim 4. Bratwurstgipfel in Pegnitz

„Wer wird Fränkischer Bratwurstkönig?“ – Am vergangenen Sonntag war es wieder so weit. Beim vierten „Fränkischen Bratwurstgipfel“ in Pegnitz stellten sich insgesamt 15 Metzgereien aus Ober-, Mittel- und Unterfranken dem kulinarischen Wettbewerb. Der Pegnitzer Bürgermeister Uwe Raab und Präsident Thomas Zimmer der Handwerkskammer für Oberfranken freuten sich, dass rund 25.000 Menschen dem Ruf nach Oberfranken gefolgt waren, um am Wiesweiherpark das Aushängeschild fränkischer Metzgerkunst auszuloben.

Die Mittelfranken überzeugten in drei von vier Kategorien. Vor allem der begehrte Titel des Bratwurstkönigs ging in diesem Jahr wieder nach Mittelfranken. Metzgermeister Jürgen Brunner aus Erlangen holte sich mit seiner klassischen und seiner kreativen Bratwurst den Titel, weil er in beiden Wettbewerben in der Gesamtsumme die jeweils besten Noten erhielt. Vor allem seine „Erlanger Bratwurst“ überzeugte in der Kategorie „Klassische Bratwurst“. Die 15-köpfige Jury, unter der sich auch Präsident Heinrich Mosler und Hauptgeschäftsführer Prof. Dr. Elmar Forster der Handwerkskammer für Mittelfranken befanden, verlieh ihm dafür den ersten Preis. Der zweite Platz in der Kategorie „Klassische Bratwurst“ ging ebenfalls an einen Mittelfranken. Metzgermeister Jens Hoferer von der Landmetzgerei Kachler-Hoferer aus Sugenheim gewann ihn mit seiner groben Bratwurst im Bändel. „Die Bratwurst im Bändel zeugt von echter fränkischer Handwerkskunst“, weiß Metzgermeister Klaus Lindner aus Pegnitz, der den Bratwurstgipfel mit ins Leben gerufen hat. Beim Bändel handele es sich im Fachjargon um den Schleißdarm. „Es ist nur eine dünne Fettschicht um den Schweinedünndarm, die sehr schwer zu befüllen ist und beim Braten fast vollständig zergeht“, erklärt der Fachmann. Ganz ohne Haut kam die Bratwurstkreation der Metzgerei Hermann Schömig aus Würzburg aus. Sie erhielt in der in Kategorie „Klassische Bratwurst“ den dritten Rang.

Die Oberfranken überzeugten in der Kategorie „Kreativbratwurst“. Der erste Platz ging an die „Korbmacher-Bratwurst“ der Gasthof-Metzgerei Finkenhof in Michelau. „Die Korbmacher waren arme Leute‘“, sagte Metzgermeister Volker Gagel, „deshalb habe ich meine Kreativbratwurst ganz einfach gehalten, mit ganz einfachen Gewürzen.“ Uwe Tartler aus Nürnberg gewann mit seiner Siebenbürgischen Bratwurst den zweiten Platz. „Sie hat eine deutliche Knoblauchnote und ist nach Omas Rezept“, sagt er. Der dritte Rang ging an die Metzgerei Wiesenmüller aus Bayreuth für ihre Kreation des Bratwurstlollys „Rio“. Inspiriert von der kommenden Fußball-Weltmeisterschaft kreierte er eine Bratwurst mit Chilli, Schoko und Orangenabrieb, die wie ein Lolly auf einem Holzspieß serviert wird.

Auch das Publikum wählte einen Mittelfranken zu seinem Liebling: Dorfmetzger Jürgen Reck aus Möhrendorf, der im letzten Jahr die Krone des Bratwurstkönigs davontrug, holte mit seiner fränkischen Bratwurst im Bändel und seiner schmackhaften Kreation der „Krautsbratwurst“ den begehrten Publikumspreis. Erstmals wurde in diesem Jahr auch ein Nachwuchspreis mit eigenem Pokal ausgelobt. Zwei Berufsschulen aus Hof und Fürth traten in den beiden Kategorien „Klassische Bratwurst“ und „Kreativbratwurst“ gegeneinander an. Mit nur knappem Vorsprung konnte sich die Staatliche Berufsschule I aus Fürth mit ihrer groben Fränkischen im Bändel und ihrer Wildschweinvariante „Wilde Wurz“ gegen die Hofer Kollegen durchsetzen.

Hauptgeschäftsführer Prof. Dr. Elmar Forster freut sich über das gute Abschneiden der Mittelfranken. „Der Bratwurstgipfel ist nicht nur ein schöner Wettstreit um die beste fränkische Bratwurst, sondern auch eine gute Imageveranstaltung für das Metzgerhandwerk“, betonte er. Gerade das Lebensmittelhandwerk brauche dringend Nachwuchs und solche Veranstaltungen zeigten, wieviel Kreativität und Attraktivität in diesem Handwerk stecke.

 

Weitere Informationen und Bilder zu der Veranstaltung finden Sie hier.

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Bilder

Fränkischer Bratwurstgipfel 2014. Foto: Dr. Rüdiger Hess, geo-select FotoArt
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