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Rhöner Geschichte neu erleben - Großzügige Fördermittel erlauben umfassende Neuausrichtung des Rhönmuseums Fladungen

Das Rhönmuseum in Fladungen wird zu neuem Leben erweckt. Die Volkskundesammlung erhält einen attraktiven Standort. Die Rhöner Geschichte und Handwerkskunst wird modern erzählt. Darüber hinaus lädt das neue Rhönmuseum zu Veranstaltungen und Fortbildungen ein. Für die Realisierung der ehrgeizigen Pläne wurde ein gemeinsames Kommunalunternehmen gegründet. Ermöglicht wird die Neukonzeption des Rhönmuseums unter anderem durch eine großzügige LEADER-Förderung.

Unter dem Motto „Ein Juwel wird neu gefasst“ wird das fast 100 Jahre alte Rhönmuseum Fladungen in neuem Glanz erstrahlen. Die 2009 geschlossene Volkskundesammlung erhält im vorderen Trakt des generalsanierten Amtshauses am Marktplatz von Fladungen eine prominente Lage. Auch die Tourist-Info wird dort integriert. Fachleute werden eine sorgfältige Auswahl aus den 5.000 überregional bedeutsamen Exponaten zeitgemäß aufbereiten. Alle Sinne werden dabei angesprochen, wenn die Rhöner Geschichte mit Hilfe weiterer moderner Medien lebendig wird. Das neue Rhönmuseum will anhand seiner Objekte unterhaltsame Geschichten erzählen von der Rhöner Historie, Kulturgeschichte, Landschaft, Gewerbe, Naturwissenschaft und Technik bis hin zur Literatur. Im Visier haben der Landkreis Rhön-Grabfeld und die Stadt Fladungen dabei alle Generationen, vor allem auch junge Zielgruppen, ebenso Einheimische und Gäste.

Ganz neu wird das Rhönmuseum zum Lernort für Rhöner Handwerk und Rhöner Bräuche. Ziel ist es, die gewachsenen Ortsbilder mit prägenden und teilweise denkmalgeschützten Gebäuden für die Zukunft zu erhalten. Mit Informationen und Impulsen rund um die Themen Demographie, Leerstände, Ortsbilder wollen die Betreiber vor allem die junge Bevölkerung motivieren, ihrer Heimat treu zu bleiben und sie für die Zukunft weiterzuentwickeln. Ebenso sollen Handwerksbetriebe für ihren Fachkräfte-Nachwuchs einen Lernort finden, um alte Techniken zeitgemäß weiter zu nutzen.

Vielfältige Beispiele Rhöner Bau- und Handwerkskunst entdecken Interessenten im Fränkischen Freilandmuseum Fladungen. Im Zuge des Projekts werden die beiden Regionalmuseen über erlebnisreiche Themenstationen entlang des rund 350 Meter langen Weges miteinander verbunden. Eine gemeinsame Eintrittskarte symbolisiert die starke Vernetzung in der Museumsstadt Fladungen. Ebenso stehen Qualifizierungsmaßnahmen für Gästeführer, eine professionelle Öffentlich-keitsarbeit und gemeinsame Veranstaltungen auf der Agenda. Ein attraktives Angebot, das sich positiv auf den Tourismus auswirken soll.

Antragsteller für das Großprojekt ist das gemeinsam von der Stadt Fladungen und dem Landkreis Rhön-Grabfeld gegrün-dete Kommunalunternehmen Rhönmuseum (Rhönmuseum gKU) mit Sitz in Fladungen. In die Neugestaltung ist der bishe-rige Betreiber, der Verein Rhön-Museum e.V., integriert. Das Rhönmuseum gKU sichert durch seine solide Basis langfristig den ganzjährigen Betrieb des Rhönmuseums und die Umsetzung der ehrgeizigen Projektziele.

„Die Sammlung des Rhönmuseums wird zu neuem Leben erweckt und erhält wieder eine Bedeutung ersten Ranges“, versprach Landrat Thomas Habermann im Rahmen der Förderbescheid-Übergabe im Kloster Wechterswinkel. „Das neue Rhönmuseum soll dazu beitragen, die Verbundenheit der Bürgerinnen und Bürger mit der Region zu stärken“, führte Wolfgang Fuchs, LEADER-Koordinator Unterfranken, aus. Ebenso sei das Projekt ein wichtiger Pfeiler für die Stadt- und Regionalentwicklung. Das ganze Streutal von Mellrichstadt bis Fladungen sei mit einer Perlenschnur zu vergleichen, bei der sich hochwertige LEADER Projekte verdichten. Auch Bezirkskulturdirektor Prof. Klaus Reder lobte Fladungen als pulsie-rendes Element in der Museumslandschaft Unterfrankens.

Zum Abschluss der Auftaktveranstaltung für das neue LEADER-Projekt übergab Klaus Klingert, Behördenleiter des Amts für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten in Bad Neustadt, an Winfried Miller, Vorstand des Rhönmuseum gKU, die Fördermittelzusage im Vorfeld eines Projekt-Workshops. Hierbei lobte er insbesondere die hervorragende Arbeit der LAG, durch die das Projekt und der Förderantrag wie immer bestens vorbereitet worden waren.

Die Gesamtkosten für das Projekt „Neuausrichtung des Rhönmuseums Fladungen als Regionalplattform und Regionalmu-seum - Ein Juwel wird neu gefasst“ belaufen sich auf rund 1,51 Mio. Die LEADER-Mittel liegen bei 260.000 €. Die Kultur-stiftung des Bezirks Unterfrankens trägt dazu 600.000 € bei, die Landesstelle für die nichtstaatlichen Museen in Bayern 175.000 €. Das Rhönmuseum gKU bringt rund 276.000 € auf, der Landkreis Rhön-Grabfeld 200.000 €. Federführend im LEADER-Projekt ist die LAG Rhön-Grabfeld mit Regionalmanagerin Ursula Schneider.

Die neue LEADER-Förderperiode läuft bis zum Jahr 2020. Das Regionalmanagement nimmt Projektideen und Anträge auf Unterstützung durch LEADER oder auch andere Förderinstrumente jederzeit entgegen. Wer ernsthaft eine Idee verfolgt, findet beim Landkreis und seinem Regional- und LAG-Management kompetente Hilfe. Informationen gibt es bei Regional-managerin Ursula Schneider (Tel. 09773 8999840) und LAG-Geschäftsführerin Isabel Dörr (Tel. 09771 94-690) oder unter www.lag-rhoen-grabfeld.de. Ebenso gibt Kreisentwickler Dr. Jörg Geier gerne Auskunft.

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Bilder

Das Rhönmuseum in Fladungen wird zu neuem Leben erweckt. Dank LEADER-Fördermitteln ist eine umfassende Moderni-sierung möglich. Über den stattlichen Förderbescheid freuen sich (von links) Frank Reichert, Regionalmanagerin Ursula Schneider, beide Stabsstelle Kreisentwicklung des Landkreises, Landrat Thomas Habermann, Winfried Miller, Vorstand des neuen Rhönmuseum gKU, und Klaus Klingert, Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten in Bad Neustadt. Foto: Annabell Helbling/Landratsamt Rhön-Grabfeld
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