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Bezahlbare Mieten in Fürth – Spitzenposition in Bayern

Eine bundesweite Analyse des Wohnungsangebots der 100 einwohnerstärksten Großstädte im Auftrag der Bertelsmann-Stiftung bringt für Fürth ein außerordentlich erfreuliches Ergebnis.

Zu Recht titeln die Nürnberger Nachrichten in ihrer heutigen Ausgabe „Fürth, die Mieterstadt“, da es nur hier und in Ingolstadt bezahlbaren Wohnraum auch für einkommensschwache Familien gibt. Der Bertelsmann-Studie zufolge liegen die durchschnittlichen Kosten für eine geeignete Wohnung in Nürnberg bei 550 Euro, in Erlangen bei 600 Euro, dagegen in der Kleeblattstadt am günstigsten mit 541 Euro.

Da die Fürther Bürgerinnen und Bürger zugleich über ein relativ hohes Einkommen mit durchschnittlich 1896 Euro pro Monat verfügen - in Nürnberg 1624 Euro, Erlangen 1739 Euro – kommt dieses positive Resultat zustande.

Weiter veröffentlicht die Studie, dass in allen bayerischen Großstädten, außer Ingolstadt und Fürth, Hartz IV-Bezieher letztlich mehr Einkommen zur Verfügung haben als Geringverdiener. Dementsprechend beträgt der Anteil der Mietbelastung am Haushaltseinkommen bei einkommensschwachen Familien in Fürth nur 28,5 Prozent, dagegen in Erlangen und Nürnberg über 33 Prozent, in Regensburg über 43 Prozent und in München sogar 49,7 Prozent.

Die Kleeblattstadt glänzt zudem bei den Anteilen familiengeeigneter Angebote. So sind hier insgesamt 44 Prozent der Wohnungsangebote für Familien geeignet, in Nürnberg 32 Prozent und in Erlangen 38 Prozent. Davon kann sich auch eine arme Familie in Fürth neun Prozent des Wohnraums leisten, in Erlangen und in Nürnberg lediglich jeweils 4 Prozent.

Trotz dieser positiven Ergebnisse sieht Oberbürgermeister Thomas Jung jedoch keinen Anlass zur Entwarnung: „Diese mieterfreundliche Situation in unserer Stadt kann nur durch große Anstrengungen weiter erfolgreich entwickelt werden. Hier dürfen wir keinesfalls nachlassen.“

Jung freut sich, dass erst vergangene Woche wieder ein Vorbescheid für den Bau von über 30 kostengünstigen Mietwohnungen in der Südstadt erteilt werden konnte. Zwei Baugenossenschaften haben Bauprojekte in der Südstadt und im Stadtwesten in erheblichem Umfang angekündigt. Der OB ist zuversichtlich, in den nächsten zwei Jahren bis zu 300 zusätzliche, bezahlbare und hochwertige Wohnungen auf dem hiesigen Markt für Familien und Einkommensschwache anbieten zu können.

„Unsere im Vergleich hervorragende Lage ist kein Grund zum Ausruhen, sondern Ansporn konsequent weiterzuarbeiten, um bezahlbaren und für Familien geeigneten Wohnraum zu schaffen.“ Für Jung ist es auch kein Zufall, dass die Städte mit dem günstigsten und besten Wohnangebot für Familien, nämlich Ingolstadt und Fürth, zugleich auch die demographisch jüngsten Großstädte Bayerns sind. Für ihn liegt in dem vergleichsweise ausgewogenen Wohnungsmarkt auch der Schlüssel für die Zukunftssicherung der Kleeblattstadt.

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