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Neues Besucherzentrum bietet Bionik zum Anfassen

Am Mittwoch, 23. Juli 2014, haben die bayerischen Staatsminister Dr. Marcel Huber und Dr. Markus Söder sowie Nürnbergs Bürgermeister Christian Vogel das Besucherzentrum des Bionicums im Naturkundehaus des Nürnberger Tiergartens eröffnet. In einer facettenreichen Ausstellung wird dort auf rund 400 Quadratmetern erlebbar gemacht, wie Technik nach dem Vorbild der Natur entwickelt oder verbessert werden kann. Das Demonstrationszentrum ermöglicht zudem einen Blick auf die aktuelle Bionikforschung in der Metropolregion Nürnberg.

Bürgermeister Christian Vogel begrüßt die neue Einrichtung als Bereicherung für den Tiergarten und lobt die gute Zusammenarbeit zwischen der Stadt Nürnberg und dem Freistaat Bayern bei der Projektrealisierung: „Im neu gestalteten Naturkundehaus wurde mit der Ausstellung ein weiterer Aspekt geschaffen, Natur erlebbar zu machen und von der Natur zu lernen.“

Nürnbergs Wirtschaftsreferent Dr. Michael Fraas benennt das Bionicum als Beispiel für innovative Technologieentwicklung aus Stadt und Metropolregion Nürnberg: „Das Demonstrationszentrum Bionicum veranschaulicht Bionik-Spitzenforschung aus der Region. Es dient aber auch als Demonstrator und Diskussionsplattform für Anwendung von Bioniktechnologien in der Wirtschaft.“

Die Ausstellung zeigt beispielsweise auf, wie Menschen nach dem Vorbild der Natur angenehmer wohnen, wie sich naturinspirierte Roboter bewegen oder welche Bedeutung Schwarmintelligenz in der Technik haben kann. Ein Highlight der Präsentation ist die künstliche Spinnenseide, die Bayreuther Forscher entwickelt haben und mit der Besucher der Ausstellung selbst experimentieren dürfen. Die Ausstellung verdeutlicht zudem die im Zusammenhang mit dem Bionicum mit 3,4 Millionen Euro geförderte Forschung an künstlichen Muskeln, zu Krabbelrobotern der nächsten Generation und zur direkten Sonnenlichtnutzung.

Experten prognostizieren ein weltweites Umsatzpotenzial für bionische Technologien und Lösungen von bis zu 1 000 Milliarden US-Dollar bis zum Jahr 2025. Dr. Fraas erwartet daher in den nächsten Jahren einen deutlichen Zuwachs der wirtschaftlichen Bedeutung von Bioniktechnologien und fordert einen weiteren Ausbau der Bionik-Forschung: „Es ist wichtig, dass in Nürnberg bereits erste Bionik-Forschungsprojekte und der Aufbau eines Forschernetzwerkes als ‚Plattform Bionik in Bayern‘ angestoßen wurden. Der nächste logische Schritt wäre, das im Rahmen des Bionicum-Projekts initiierte Forschungsnetzwerk zu einem Bayerischen Forschungsverbund Bionik aufzuwerten. Hierfür werde ich mich einsetzen.“

Die Stadt Nürnberg hatte sich erfolgreich für die Förderung des Projekts mit acht Millionen Euro im Rahmen der Initiative Aufbruch Bayern im Jahr 2012 eingesetzt und an der Entwicklung der Konzeption des Bionicums und der dort angesiedelten Forschungsaktivitäten mitgewirkt.

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