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Moderne Technik und neue Gesichter beim traditionsreichen Heimatspiel in Münnerstadt

Das Heimatspiel in Münnerstadt ist ein ebenso fester Bestandteil im Festkalender wie Weihnachten oder Ostern. Am 28. August, sowie am 04. und 11. September erzählen 200 Bürgerinnen und Bürger zum 89. Mal von der wundersamen Errettung Münnerstadts aus Feindesnot im Dreißigjährigen Krieg. Die ergreifende Geschichte bleibt immer gleich. Die Technik jedoch ist deutlich moderner. Und die Gesichter auf der Bühne werden jünger. Ein Generationswechsel steht an.

„Die Fördermaßnahmen im letzten Jahr erleichtern unsere Arbeit enorm“, weiß Bruno Eckert, Vorsitzender der Heimatspielgemeinde Münnerstadt e.V. „Die Bewilligungen sind prompt gelaufen, wir hatten eine optimale Zusammenarbeit mit Leader, Bezirk Unterfranken, Kulturfonds und Stadt“, betont der engagierte Heimatspieler.

Die zeitgemäße Ausstattung entlastet die ehrenamtlichen Helfer z.B. beim Bühnenaufbau, der Beschallung oder den Absperrungen. Gerade in der heutigen Zeit ein wichtiger Punkt, denn die Bereitschaft ehrenamtlich zu wirken, lässt vor allem in der jungen Generation nach. Bruno Eckert seufzt bei diesem Punkt zwar tief, aber dann sagt er fröhlicher: „Man muss einfach optimistisch sein!“.

Durch die intensive Arbeit mit potenziellen Darstellern für die anspruchsvolle Aufführung stehen die Zeichen für den Generationswechsel gut. In diesem Jahr werden einige neue Gesichter in tragenden Rollen zu sehen sein. Manch einer wagt auch den Sprung vom Komparsen zum Darsteller. Wichtige Rollen, die über den Verlauf des Spiels entscheiden, können mit weiteren Darstellern besetzt werden. Ziel der Bemühungen bleibt, alle Hauptrollen doppelt zu besetzen.

„Wir haben gelernt, dass die Darsteller langsam in ihren Rollen aufgebaut werden müssen“, erzählt Eckert aus seiner 45-jährigen Bühnenerfahrung. Für ca. 40 Figuren erfordert es nicht nur Textsicherheit sondern kraftvollen Ausdruck, Gestik und Mimik, damit das Geschehen die Zuschauer bis in den letzten Reihen berührt. Nicht zuletzt braucht es Mut, die 20 Meter lange Bühne am Originalschauplatz zu nutzen.

Rund 40 Proben absolvieren die Heimatspieler bis zur ersten Aufführung am 28. August. Einzeln, in Gruppen und alle zusammen üben die Münnerstädter ihre Rollen, damit das Heimatspiel die Zuschauer begeistert. Zwei- bis dreimal pro Woche wird geübt, von den Tanzmädchen bis hin zur Schnittergruppe. Für die Organisatoren laufen parallel Besprechungen für Besetzungen, Kostümausgabe, Technik, Werbung und vieles mehr.

„Wir arbeiten auf unser 90-jähriges Bestehen im Jahr 2017 hin“, verrät Bruno Eckert, der sich dann aus dem aktiven Vereinsleben verabschieden wird. Die technischen und organisatorischen Grundlagen sind dank der Förderung gelegt. Und für den Nachwuchs stehen die Zeichen recht gut. Damit ist die Zukunft eines der ältesten Volksschauspiele Frankens gesichert.
www.heimatspiel-muennerstadt.de.

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Bilder

Die Proben für das historische Volksschauspiel „Die Schutzfrau von Münnerstadt“ am 28. August, sowie am 4. und 11. September laufen auf Hochtouren. Die Tanzmädchen präsentieren gerne die Flyer und Plakate für das beliebte Heimatspiel. Foto Sophia Braun

Die Proben für das historische Volksschauspiel „Die Schutzfrau von Münnerstadt“ am 28. August, sowie am 4. und 11. September laufen auf Hochtouren. Hier üben die Tanzmädchen mit Feuereifer ihren Auftritt. Foto Sophia Braun

Bis ins kleinste Detail legen die Münnerstädter Heimatspieler ihren Auftritt beim historischen Volksschauspiel „Die Schutzfrau von Münnerstadt“ fest. Zu bewundern ist das Ergebnis der harten Arbeit am 28. August, sowie am 4. und 11. September. Foto Sophia Braun
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