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Fulminanter Beginn einer dreiwöchigen Gospel-Tour

ABENBERG (hi) - Zwei mitreißende Stunden, die unter die Haut gingen, erlebten die Besucher in der überfüllten Kirche des evangelischen Gemeindezentrums St. Johannis am vergangenen Sonntag in Abenberg. Der erste "Oh Happy Day"-Gospelgottesdienst war zugleich fulminanter Auftakt einer dreiwöchigen Tour mit Reverend James A. Wilson und dem Wilson-Gospel-Chor.

Zum neunten Mal in zweijährigem Rhythmus machten sich damit der in Joplin im US-Bundesstaat Missouri beheimatete "Hochwürden", letzter Pfarrer der US-Army in Erlangen, und die 40 in blaue Roben gekleideten Sängerinnen, Sänger und Musiker auf den Weg, Spenden zu sammeln für Projekte der Kriegskindernothilfe und der Lebenshilfe in Schwabach.

Von der ersten Minute an gaben die Anwesenden ihre in einem Gotteshaus sonst gebotene Zurückhaltung auf und beklatschten bereits das stimmungsvolle Einzugslied des Chores "Soon and very soon - wie are going to see the king - hallelujah, hallelujah ..." (Bald und sehr bald - wir werden den König sehen ...) im Takt der wogenden Schritte.

Pfarrer Tobias Brendel, der "Hausherr", freute sich sehr, den Chor erneut in der St. Johanniskirche begrüßen zu können und lud alle ein, den Gospelgottesdienst mit der Verkündung der Frohbotschaft von Jesus Christus gemeinsam mitzufeiern. Und so verschmolzen die genauso gefühlvoll wie leidenschaftlich vorgetragenen Interpretationen echter Gospelklassiker und die begeistert mitgehenden Gottesdienstbesucher zu einer emotionalen Einheit.

Keyboardbegleiter Jimmy Brooks-Potratz aus Büchenbach, musikalischer Leiter und Mitbegründer des Chores, führte zusammen mit der charmanten Engländerin Janette Merten aus Denkendorf nicht nur sprachlich durch's Programm, sondern verlieh mit Timbre in der Stimme dem Klangspektrum, das sich zusätzlich aus Schlagzeug, Saxofon, Klarinetten, Harfe und Chorgesang zusammensetzte, einen besonderen Animations-Reiz.

Für Gänsehautfeeling sorgten Dirigentin Angelika Wießmeier, wie ihr Bruder "Jimmy" in Abenberg aufgewachsen, mit dem Solo "Softly and Tenderly", von Melanie Scilagyie an der Harfe begleitet, und Stefanie Hippler mit "Christian Testimony". Überhaupt gelang es insbesondere den Solisten, die Spiritualität des afro-amerikanischen Liedgutes in seiner Ursprünglichkeit zum Besten zu geben. Besonders authentisch die alles überragende bluesig-soulige Stimme von Reverend Wilson, mit obligatorisch weißem Schweißtuch erinnerte "Hochwürden" stark an die Jazz-Legende "Satchmo" Louis Armstrong.
"Oh Happy Day", "Two Wings", "Order my Steps", "Milky White Way", "In his Time" sind nur ein paar Titel der interpretierten Lieder. Und natürlich "Prescius Lord", zugleich der Titel der neuen, erst kürzlich erschienenen CD des Gospelchores, Martin Luther King's Lieblingslied.

Gefesselt hat Reverend Wilson seine Zuhörer mit einer zwanzigminütigen Predigt zur Verkündung der Frohbotschaft Christi unter Bezugnahme auf den Korintherbrief, die gleichzeitig von Frank Gontrum aus Nürnberg übersetzt wurde. Wilson schilderte sehr bildhaft, wie jeder selbst die Macht habe, sich für das Böse oder das Gute zu entscheiden. "Wenn wir in Gott leben, kann uns das Böse nichts anhaben, weil Gott unser Retter ist", lauteten die ermutigenden Worte des Geistlichen. Er forderte dazu auf, deshalb "Ja" zu Gott zu sagen und ihm zu vertrauen.

Am Ende des Gottesdienstes mischten sich die Sängerinnen und Sänger des Chores unter die Besucher, fassten ihren jeweiligen Nachbarn an den Händen. Alle erhoben gemeinsam die Stimme zum letzten Höhepunkt mit dem Lied "We shall overcome"

Schließlich bat Jimmy Brooks-Potratz den 1. Vorsitzenden der Kriegskindernothilfe, Theofil Steuer, seit der Gründung dem Chor schon als ehemaliger Militärpfarrer verbunden und seit drei Jahren selbst aktiver Sänger, das mit den Spenden bei der Kollekte geförderte Hilfsprojekt in Bungoma/Kenia näher vorzustellen. Unter anderem solle das Geld dazu dienen, Kinder von Jigger-Würmern zu befreien, Schul- und Essensgeld zu finanzieren, Typhus-Prophylaxe zu betreiben und Kindern eine Schuluniform zu ermöglichen.

Im Landkreis Roth haben Freunde der Gospelmusik die Möglichkeit (Beginn jeweils 19.30 Uhr), Gospelgottesdienste noch in Büchenbach (9.9., Evang. Willibaldskirche), Roth (11.9., Evang. Stadtkirche St. Marien), Schwand (12.9., Evang. Johanneskirche) und schließlich in Schwabach (21.9., Kath. Stadtpfarrkirche St. Sebald, Beginn 16.00 Uhr) zu besuchen. Außerdem: Am 14.9. (16.00 Uhr) in Betzenstein (Evang. Stadtpfarrkirche), und jeweils um 19.30 Uhr am 16.9. in Nürnberg-Gebersdorf (Evang. Stephanuskirche), am 18.09. in Marktbergel (Evang. Kirche St. Veit), und am 19.9. in Wolframs-Eschenbach (Kath. Liebfrauenmünster)

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Bilder

"Oh Happy Day"-Gospelgottesdienst mit Reverend James A. Wilson und dem Wilson-Gospel-Chor im Gemeindezentrum St. Johannis in Abenberg. Foto: Hiltl

"Oh Happy Day"-Gospelgottesdienst mit Reverend James A. Wilson und dem Wilson-Gospel-Chor im Gemeindezentrum St. Johannis in Abenberg. Foto: Hiltl

"Oh Happy Day"-Gospelgottesdienst mit Reverend James A. Wilson und dem Wilson-Gospel-Chor im Gemeindezentrum St. Johannis in Abenberg. Foto: Hiltl

"Oh Happy Day"-Gospelgottesdienst mit Reverend James A. Wilson und dem Wilson-Gospel-Chor im Gemeindezentrum St. Johannis in Abenberg. Foto: Hiltl

"Oh Happy Day"-Gospelgottesdienst mit Reverend James A. Wilson und dem Wilson-Gospel-Chor im Gemeindezentrum St. Johannis in Abenberg. Foto: Hiltl

"Oh Happy Day"-Gospelgottesdienst mit Reverend James A. Wilson und dem Wilson-Gospel-Chor im Gemeindezentrum St. Johannis in Abenberg. Foto: Hiltl

"Oh Happy Day"-Gospelgottesdienst mit Reverend James A. Wilson und dem Wilson-Gospel-Chor im Gemeindezentrum St. Johannis in Abenberg. Foto: Hiltl
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