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Neue CD "Weihnachtliche Renaissancemusik aus Nürnberger Handschriften"

Die Ensembles von St. Egidien in Nürnberg unter Leitung der Egidier Kirchenmusikerin Pia Praetorius haben gemeinsam mit internationalen Spitzenkünstlern eine außergewöhnliche CD mit Musik aus Nürnberger Handschriften des 16. Jahrhunderts aufgenommen (Label: Spektral Records). Die CD mit weihnachtlicher Musik dokumentiert das reiche musikalische Leben in Nürnbergs Kirchen jener Zeit und macht es hörbar.

Die CD wird Anfang Dezember auf den Markt kommen und in vielen Geschäften und Buchhandlungen Nürnbergs zum Verkauf (Sonderpreis 15,- €) ausliegen (Eine Liste aller Geschäfte wird ab Mitte November auf unserer Homepage www.musik-st-egidien.de veröffentlicht). Die CD kann natürlich auch über die Homepage bestellt werden. Dort finden sich auch alle Informationen über die beteiligten Gesangsensembles und international renommierten Instrumentalisten.

Die Werke auf dieser CD sind einer handschriftlichen Chorbuchsammlung entnommen, die in ihrer Größe und Vollständigkeit eine Besonderheit darstellt. Die 24 großen Foliobände, die sich heute im Germanischen Nationalmuseum, im Landeskirchlichen Archiv in Nürnberg sowie in der Berliner Staatsbibliothek befinden, enthalten Musik aus ganz Europa, die im Auftrag des Rates der Stadt Nürnberg über einen Zeitraum von fast 30 Jahren von 1573-1597 vom damaligen Egidier Kantor Friedrich Lindner (um 1542-1597) zusammengetragen wurden. Das in St. Egidien aufgeführte internationale Repertoire umfasste alles, was damals in Europa Rang und Namen hatte. Was die Patrizier auf ihren Handelsreisen vor allem in Italien erlebt hatten, wollten sie auch in ihrer Heimatstadt erklingen lassen. Besonders an Festtagen wurde in den Gottesdiensten aufwändige Musik mit zahlreichen Sängern und Instrumentalisten aufgeführt.

Aus dem reichen Fundus der Egidien-Chorbücher wurde für diese CD Musik gewählt, die an hohen Festtagen des Weihnachtsfestkreises in St. Egidien erklungen ist. Das Programm umfasst Werke von berühmten Komponisten wie Orlando di Lasso und Giovanni Pierluigi da Palestrina sowie von heute weniger bekannten wie Paolo Isnardi, Blasius Ammon und Claudio Merulo. Hinzu kommen auch Werke des damals noch jungen und unbekannten Nürnbergers Hans Leo Hassler, der von Friedrich Linder und seinen internationalen Beziehungen viel profitierte. Die zum großen Teil erstmals auf einer CD zu hörenden Werke, die für die Aufnahme eigens übertragen wurden, zeigen das hohe Niveau Nürnberger Musikkultur.

Ein Großaufgebot an exzellenten Musikerinnen und Musikern werden neben dem Egidienchor und der schola cantorum nürnberg ein farbiges Bild der Musik dieser Zeit vermitteln.

Das flämische Ensemble Oltremontano ist eines der führenden Bläserensembles für Musik des 16. Jahrhunderts. Ihre von der Kritik mit viel Lob bedachten CD-Aufnahmen präsentieren viele Entdeckungen und ausgefallene Programme.

Elisabeth Seitz spielt das selten zu hörende Psalterion, dem sie auf internationaler Bühne zu Ansehen verholfen hat. Das Psalterion, im deutschen Sprachraum auch als Hackbrett bekannt, war in der Kunstmusik des 16. Jahrhunderts sehr beliebt und erzeugt mit seinen ätherischen Klangfarben eine besondere Atmosphäre.

Der Spanier Guillermo Perez bringt mit einem Portativ eine weitere ungewöhnliche Klangfarbe in die Vielfalt der Instrumentierungen der CD ein. Nach der Zusammenarbeit beim letztjährigen Festival „Musik und Reformation“ in St. Egidien, kommt es im Zuge der CD-Aufnahmen zu einer weiteren spannenden Begegnung.

Unter der Leitung von Leonart Schelb wird dazu ein zeittypisches, heute nur selten zu hörendes Traverseflöten-Consort erklingen. Es wird die Sänger gelegentlich verdoppeln und den Farbreichtum der Aufnahme steigern. Weiterhin werden Blockflöten und Gamben, ein Dulcian – ein Vorgänger des Fagotts – sowie Laute, Harfe und verschiedene Tasteninstrumente die Ensembles bereichern.

Die Programmauswahl sowie musikalische Leitung liegt in den Händen der Egidier Kirchenmusikerin Pia Praetorius, die 2013 mit dem Kulturförderpreis der Stadt Nürnberg ausgezeichnet worden ist.

 

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