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Germanisches Nationalmuseum

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Öffnungszeiten
Di-So: 10-18 Uhr
Mi: 10-21 Uhr
Kontakt
Tel: +49 911 1331-0
Fax: +49 91 1331-200
Web: www.gnm.de

Selbstverständnis des Germanischen Nationalmuseums
„Als Nationalmuseum und Museum des gesamten deutschen Sprachraums sammeln und bewahren wir Zeugnisse der Kultur, Kunst und Geschichte von den Anfängen bis zur Gegenwart.
Als Forschungs- und Bildungseinrichtung von internationalem Rang stellen wir durch unsere Sammlungen, Ausstellungen und Publikationen Kulturgeschichte in fächerübergreifender Breite dar. Im Interesse unserer Besucher vermitteln wir diese Inhalte allgemeinverständlich und lebendig.
Als Ort, an dem Menschen - unabhängig von Alter, Herkunft, Bildung und Religion – kulturelle Zusammenhänge erfahren und erleben können, ist das Germanische Nationalmuseum dem Respekt vor allen Kulturen verpflichtet.“

Geschichte des Germanischen Nationalmuseums
1852 hatte der fränkische Adelige Hans Freiherr von und zu Aufseß die Idee, ein Museum zu gründen. Darin wollte er jede Art von Kunst und Kultur zeigen, die mit dem »germanischen Kulturraum« zu tun hat. Damals entstand auch der Name des Museums: Germanisches Nationalmuseum.
Unter „germanischem Kulturraum“ verstand man im 19. Jahrhundert die Gebiete, in denen früher einmal deutsch gesprochen wurde. Vor dem Hintergrund der gescheiterten politischen Einigung der deutschen Staaten im Jahr 1848 sollte mit der Museumsgründung die Einheit des deutschsprachigen Kulturraums dokumentiert werden - eine politisch und kulturell fortschrittliche Vision. Mit der Reichsgründung 1871 wurde das Germanische Nationalmuseum offiziell das Nationalmuseum deutscher Kunst und Kultur.
Heute ist das Germanische Nationalmuseum ein modernes Museum, das sich ständig weiter entwickelt. Als Stiftung öffentlichen Rechts wird es von der Bundesrepublik Deutschland, dem Freistaat Bayern und der Stadt Nürnberg finanziert. Es ist Mitglied der Leibniz-Gemeinschaft und als gesamtstaatlich bedeutsame außeruniversitäre Forschungsstätte anerkannt. Seine Bestände sind, wie die Inschrift über der Eingangshalle sagt, »Eigenthum der deutschen Nation«.

Die Sammlungen
Der Sammlungsbestand umfasst etwa 1,3 Millionen Objekte, davon werden über 25.000 ausgestellt. Damit ist das Germanische Nationalmuseum das größte kulturhistorische Museum Deutschlands und zählt zu den bedeutendsten Museen der Welt. Dem Besucher eröffnet sich eine sinnliche Zeitreise, geprägt durch die Meilensteine der Kulturgeschichte: vom steinzeitlichen Faustkeil über den Ezelsdorfer Goldkegel aus der Bronzezeit, kostbarenmittelalterlichen Skulpturen von Veit Stoß und Tilman Riemenschneider, dem Behaim-Globus, den Kaiserbildern Albrecht Dürers und dem Selbstbildnis Rembrandts bis hin zu Kunst und Design der Gegenwart. An keinem anderen Ort wird die Kulturgeschichte des deutschen Sprachraums in einer solchen Fülle erlebbar. Mit mehreren Sonderausstellungen jährlich werden außerdem Themen zur Kunst- und Kulturgeschichte anschaulich vermittelt.

Die Architektur
Den architektonischen Kern des heutigen Museumskomplexes bildet ein spätmittelalterliches Kartäuserklostermit seinen erhaltenen Kreuzgängen, der Kirche und den Mönchshäusern. Um die Wende zum 20. Jahrhundert kamen neugotische Gebäudeteile an der Frauentormauer hinzu. Während des Ersten Weltkriegs und kurz danach entstanden der Bereich des heutigen Personaleingangs am Kornmarkt und der sogenannte Galeriebau von German Bestelmeyer. Nach schweren Kriegszerstörungen prägen das äußere Erscheinungsbild heute die Bauten des Architekten Sep Ruf aus den 50er und 60er Jahren am Kornmarkt sowie das 1993 entstandene gläserne Museums-Forum mit der heutigen Eingangshalle, gestaltet von der Architektengruppe „ME DI UM“. Die von Dani Karavan geschaffene „Straße der Menschenrechte“ führt zum Museumseingang und setzt einen bedeutenden städtebaulichen Akzent.

Die wissenschaftlichen Spezialabteilungen
Das Germanische Nationalmuseum ist mehr als nur ein Museum. Neben den einzelnen Sammlungsabteilungen unterhält das Museum ein historisches Archiv, das Deutsche Kunstarchiv (bisher „Archiv für Bildende Kunst“), ein Münzkabinett und eine Graphische Sammlung. Die wissenschaftliche Spezialbibliothek umfasst über 550.000 Bände zur europäischen Kunst- und Kulturgeschichte und ist für alle Nutzer öffentlich zugänglich. Das Museum ist in die Leibniz-Gemeinschaft (WGL) aufgenommen, ein Zusammenschluss wissenschaftlich bedeutender außeruniversitärer Forschungseinrichtungen und wird regelmäßig evaluiert.

Das Institut für Kunsttechnik und Konservierung
Das Institut für Kunsttechnik und Konservierung mit seinen 13 Fachabteilungen zählt zu den größten Einrichtungen dieser Art in der Bundesrepublik. Es ist nicht nur für konservatorische Betreuung des gesamten Sammlungsbestandes zuständig, sondern bietet zusätzlich vorbereitende Praktika für Restaurierungsstudiengänge an.

Der Verlag des Germanischen Nationalmuseums
Das Germanische Nationalmuseum verfügt über einen eigenen Verlag. Die Veröffentlichung der Sammlungsbestände und der dazu geleisteten Forschungen zählt zu den zentralen Aufgaben des Museums. Seit 1853 werden im Verlag eigene Bücher produziert, er ist somit der älteste Museumsverlag der Welt. Neben dem Anzeiger des Germanischen Nationalmuseums bringt der Verlag jährlich weitere Bücher, Kataloge zu aktuellen Ausstellungen und populäre Bände heraus. Seit 1996 nimmt der Verlag des Germanischen Nationalmuseums mit einem eigenen Stand an der Frankfurter Buchmesse teil.

Museumspädagogik
Die museumspädagogische Betreuung der Besucher übernimmt das Kunst- und Kulturpädagogische Zentrum der Musen in Nürnberg (KPZ) mit seinen zielgruppenspezifischen Abteilungen für Schulklassen sowie für Erwachsene und Familien.

Aktuelle Ausstellungen im Germanischen Nationalmuseum
- „Faszination Meisterwerk – Dürer, Rembrandt, Riemenschneider“
(laufend)
- „Der Liebe Spiel. Zur Neupräsentation des »Spieleteppichs« in der
Schausammlung Mittelalter“ (8. Mai bis 9. November 2008)
- „Heilige und Hasen – Bücherschätze der Dürerzeit“
(10. Juli bis 12. Oktober 2008)
- „Vor- und Frühgeschichte. Die neue Schausammlung“
(ab 19. Oktober 2008)

Vorschau
- „Deutsche Kunst im Kalten Krieg 1945-1989. Konfrontation und Dialog“
(23. Mai bis 6. September 2009)
- „Von der Renaissance bis zur Aufklärung. Neukonzeption der Schausammlung zur Kunst und Kulturgeschichte von 1500 bis 1800
(ab Oktober 2009)
- „Plakativ! Produktwerbung im Plakat“
(19. November 2009 bis 11. April 2010)
- „Mythos Burg“ (8. Juli bis Oktober 2010)
- „Reisebegleiter. Zeugen der Mobilität“ (Dezember 2010 bis März 2011)
- „Die Frucht der Verheißung. Zitrusfrüchte in Kunst und Kultur“
(19. Mai bis 11. September 2011)
- „Der Junge Dürer“ (Juni bis Oktober 2012)

Die Dependancen des Germanischen Nationalmuseums
Das Kaiserburg-Museum
Seit 1999 zeigt das Germanische Nationalmuseum im Kemenaten-Bau, dem früheren Wohnbau, die historische Rolle und die wechselnden Aufgaben der Nürnberger Kaiserburg. Ausgrabungsfunde, ornamentale Bauteile, Modelle und Rekonstruktionszeichnungen veranschaulichen die Geschichte dieses bedeutenden Ortes.
Die Sammlung historischer Schutz- und Angriffswaffen, wie Körperpanzerung, Feuer und Stangenwaffen, Schilde und weiteres Zubehör, verdeutlicht, wie sich die Kampftechniken auf einer Burg im Verlauf der Jahrhunderte wandelten. Eine Sturmleiter und ein Angriffs-Schild sind weltweit einmalige Zeugnisse der spätmittelalterlichen Kampftechnik. Seit dem 16. Jahrhundert begannen Feuerwaffen die Schlachtfelder zu dominieren. Die traditionellen Waffen verloren zunehmend ihren ursprüngliche Bedeutung und wurden als prunkvolle Würdezeichen unter anderem bei den Kaiserbesuchen in Nürnberg geführt.
Historische Sättel, Steigbügel, Trensen und Sporen verweisen auf die heute meist erheblich unterschätzte körperliche Leistung, die von den Herrschern und ihrem Gefolge im Heiligen Römischen Reich gefordert wurde. Um seine Aufgaben erfüllen zu können, hatte das Reichsoberhaupt zu Pferd enorme Wegstrecken bei Wind und Wetter zurückzulegen.
1677 wurde auf der Vestnertorbastei von G. C. Eimmart eine Sternwarte gegründet, die für ihre Messgenauigkeit weit gerühmt wurde. Ihre Präzision verdankte sie ihrer astronomischen Uhr, die vorbildlich für die zeitgenössische Wissenschaft war.

Schloss Neunhof
Schloss Neunhof in Neunhof bei Kraftshof ist eines der besterhaltenen Herrensitze der Region. Der Patrizierlandsitz mit seltener originaler Inneneinrichtung des 16. bis 19. Jahrhunderts verfügt über eine prachtvolle Kochküche und Prangküche. In der barocken Hauskapelle ist ein in wesentlichen Teilen erhaltenes Original Nürnberger Orgelbaukunst des späten 16./Mitte des 17. Jahrhunderts zu sehen. Im Süden der Schlossanlage befindet sich ein rekonstruierter Renaissancegarten


Bilder

Museumseingang in der Straße der Menschenrechte, Foto: Germanisches Nationalmuseum

Blick in die Abteilung zum Mittelalter. Foto: M. Runge/GNM

Blick in die Sammlung zum 19. Jahrhundert. Photo: J. Musolf/GNM
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