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Limes-Straße

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Tel: 0 73 61 / 52 23 61
Fax: 0 73 61 / 52 19 07
Web: www.limesstrasse.de

Wo vor rund 2000 Jahren die Römer einen 500 km langen Grenzwall bauten, um sich vor den herandrängenden alemannischen Völkern zu schützen, führt heute eine äußerst interessante und abwechslungsreiche touristische Route vom Rhein über Lahn und Main zur Donau: die Deutsche Limes-Straße mit Dutzenden bis heute erhaltenen oder rekonstruierten Zeugnissen jener Zeit.

Während der eigentliche Grenzwall auf weiten Strecken schnurgerade Wald und Feld durchquert, schlängelt sich die Limes-Straße durch Dörfer, Städte und eindrucksvolle Landschaften. Vom Rhein bei Bad Hönningen führt die Route zunächst durch den Westerwald, den Taunus und die Wetterau. Südlich von Hanau überquert sie den Main, dem sie mit einem Schlenker durch Aschaffenburg bis Miltenberg folgt. Im zweiten Teil werden dann der Odenwald, die Hohenloher Ebene, der Schwäbische Wald, die Schwäbische Alb und der Naturpark Altmühltal passiert, bis das Ziel in Regensburg an der Donau erreicht ist.

Vergessen und wiederentdeckt
Etwa um das Jahr 160 n. Chr. waren nach jahrzehntelanger Bauzeit die Grenzanlagen des obergermanisch-rätischen Limes fertig. 260 bis 270 n. Chr. gelang es dann den immer häufiger anstürmenden alemannischen Reitertruppen endgültig, den Wall auf breiter Front zu überwinden und die Römer zurückzutreiben. Damit hatte der Limes seine Funktion verloren. Er geriet in Vergessenheit, die hölzernen Palisaden verfaulten, die steinernen Wachttürme und Kastelle verfielen oder wurden als Steinbruch genutzt.
Doch längst nicht alles ist verschwunden. Nicht nur aus der Luft, sondern auch am Boden ist der Verlauf des Limes vielerorts bis heute deutlich zu erkennen, zeugen Reste der angeschütteten Wälle und der davor liegenden Gräben von dem gewaltigen Grenzbauwerk, an dem einst die Wachsoldaten zu Fuß oder zu Pferd patrouillierten. In regelmäßigen Abständen erlaubten Wachttürme den Blick ins jenseitige Feindesland, bildeten kleinere und größere Kastelle Stützpunkte für schnelle Eingreiftruppen.

Die interessantesten Sehenswürdigkeiten
Etwa 60 der bedeutendsten römischen Denkmale entlang der Deutschen Limes-Straße sind in einem Faltblatt und einer ausführlichen Broschüre zusammengestellt und beschrieben. Neben zahlreichen gut erhaltenen Wall- und Mauerabschnitten handelt es sich bei diesen besonderen Sehenswürdigkeiten meist um Fundamente von Kastellen, nachgebaute Wachttürme, Brunnen und Reste von Badeanlagen.
In Holzhausen im Nassauer Land kann auf dem 544 m hohen Grauen Kopf eines der am besten erhaltenen Kastelle am Limes besichtigt werden. Die Saalburg bei Bad Homburg v. d. Höhe mit Eingangstor, Getreidespeicher und mehreren Gebäuden wurde schon 1897 wieder aufgebaut und dient teilweise als Museum mit wertvollen Funden. In Hanau lässt sich in einem ausgegrabenen Kastellbad die Thermenkultur der einstigen Bewohner nachvollziehen und in Osterburken bildet das Römerbad sogar das Herzstück eines mit bedeutenden Kleinodien ausgestatteten Museums. Eindrucksvoll zeigt auch der teilweise mit Originalsteinen aufgebaute Archäologische Park Ostkastell in Welzheim die Dimensionen eines wichtigen militärischen Stützpunkts.
Das größte römische Kastell am rätischen Limes, in dem einst eine Garnison mit rund tausend Reitern stationiert war, befindet sich in Aalen. Hauptattraktionen des dortigen Limes-Museums sind ein jüngst entdeckter Brunnen, prunkvolle Paradewaffen und Reliefdarstellungen, Gefäße, Statuen und Grabsteine. Die Fundamente eines Original-Römerbades wurden auch am Limes-Freilichtmuseum in Rainau-Buch freigelegt. Die größten römischen Thermen in Süddeutschland fand man in Weißenburg in Bayern, zusammen mit einem wertvollen Schatz, den man im Museum bestaunen kann. Auch das rekonstruierte Nordtor des mächtigen Kastells Biriciana zeugt von der einstigen Bedeutung dieser Anlage. Beachtliche Funde sind zudem in den Archäologischen und Historischen Museen von Kelheim und Regensburg zu bewundern, wo die Porta Praetoria und die Umfassungsmauern des mächtigen Kastells erhalten blieben – um nur einige der wichtigsten Höhepunkte an der Limes-Straße zu nennen.

Lehrpfade, Wander- und Radwege
In vielen Orten führen Archäologische Lehrpfade und Wanderwege zu den unübersehbaren Spuren des Limes und zu Rekonstruktionen aus jener fernen Epoche. Intensive Einblicke in die römische Ära und abwechslungsreiche Landschaftserlebnisse erschließt auch der rund 800 km lange Deutsche Limes-Radweg, der auf verkehrsarmen Sträßchen und Radwegen dem gesamten Verlauf des einstigen Grenzwalls folgt. Zudem greifen zahlreiche Römerfeste, Erlebnistage und ähnliche Events das Thema auf und entführen die Besucher in jene Zeit, als Legionäre und Reiter, Gladiatoren und Marketenderinnen das Bild in den römischen Ansiedlungen beherrschte.
Faltblätter über die Deutsche Limes-Straße und den Limes-Radweg sind kostenlos erhältlich. Eine 32-seitige Broschüre über die Limes-Straße kann zum Preis von 1,50 Euro, eine Mappe mit zwei Karten über den Limes-Radweg für 2 Euro plus Porto angefordert werden. Ausführliche Informationen enthalten die beiden Taschenbücher „Vom Rhein zum Main“ (6,55 Euro) und „Vom Main zur Donau“ (7,50 Euro).


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