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Limeswanderweg

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Kontakt
Tel: 08421/98760
Fax: 08421/9876-54
Web: www.naturpark-altmuehltal.de

Geschichte erleben und Natur entdecken – der Limeswanderweg im Naturpark Altmühltal weiß auf seinen 115 Kilometern beides zu verbinden. Die Route verläuft entlang des raetischen Limes – der antike Grenzwall, seit 2005 Welterbe der UNESCO, führt mitten durch den Naturpark Altmühl­tal. Unterwegs treffen die Wanderer auf die zahlreichen Spuren der römischen Vergangenheit, die das Geschichtserlebnis in der Region so einzigartig machen: freigelegte Thermen, rekonstruierte Wachttürme und Limeskastelle. Dazu entdeckt man einmalige Naturlandschaften wie offene Tal­hänge mit Wacholderheiden, Buchenwälder und markante Anhöhen, von denen herrliche Aus­blicke über die Altmühljuraregion zu genießen sind. Nach dem Tourstart in Gunzenhausen – wo man sich das Museum für Vor- und Frühgeschichte mit römischen Funden aus der Region nicht entgehen lassen sollte – führt der Weg durch eine wiesenreiche Ebene. Im Burgstallwald und bei Rittern sind Reste der raetischen Mauer und steinerne Fundamente von Wachttürmen gut erhalten. Erste größere Station ist das teilrekonstruierte Kastell Sablonetum in Ellingen – der Limeswanderweg führt mitten durch die romantische Deutsch­ordensstadt. Kaum trifft der Weg wieder auf den Limes, wartet bei Burgsalach ein echtes Unikum auf Römerfans: Zu entdecken sind hier die Grundmauern des Kleinkastells Burgus, eines für Europa einmaligen Bauwerkes. Parallelen zu seiner Bauweise finden sich nur in Nordafrika. Der Weitwanderweg erreicht am Rande von Erkertshofen bei Titting die einzige Rekonstruktion eines steinernen Limeswachtturms in Bayern. Es lohnt sich, die schmale Stiege im Inneren emporzusteigen: Wie schon die römischen Grenzsoldaten genießt man den Blick übers Land. Auch der informative Lehrpfad, der am Wachtturm beginnt, animiert dazu, sich für diese Wegetappe Zeit zu nehmen. Weiter geht es durch ein stilles Waldgebiet und über die sonnige Jurahochebene. Bei Pfahl­dorf begegnet man einem besonders gut nachvollziehbaren Teilstück des Limes. Vor Kipfenberg trifft der Wanderer auf einen hölzernen Wachtturm und auf die gesicherten Mauerreste eines ehemaligen Wachtturmes aus Stein. Hier führt der Limeswanderweg über die Altmühl – die einzige Talquerung während der gesamten Tour. In Kipfenberg geht es anschließend hinauf zum Römer und Bajuwaren Museum auf der Burg Kipfenberg, wo auch der neue Infopoint Limes auf wissensdurstige Besucher wartet: mit der Inszenierung einer römischen Wachtstube und vielen Tipps ein anschaulicher Wegweiser zum Limes und der römischen Geschichte im Naturpark Altmühltal. In schattigen Wäldern die Ruhe genießend, folgen Wanderer weiter der im Volksmund ehemals Teufelsmauer genannten römischen Grenze, die nach Denkendorf noch einmal einen vorzüglich erhaltenen Abschnitt aufweist. Westlich von Altmannstein macht der Limes im idyllischen Schambachtal seinen berühmten „Knick“: Er verlässt auf sechs Kilometern seinen südöstlichen Kurs Richtung Donau. Für eine erholsame Rast bietet sich die Gegend um Altmannstein an, wo der Limeswanderweg mehrere Dörfer durchquert. Dann aber geht es zügig und kerzengerade weiter bis zur Donau, die als sogenannter „nasser Limes“ die Funktion der Grenzmauer übernahm. Gen Süden folgt die letzte Etappe des Limeswanderwegs dem Fluss. Für die Flussüberquerung bei Eining kann man eine Fähre nutzen. Am anderen Ufer setzt das Kastell Abusina als einzige in ihrem Mauerbestand vollständig freigelegte römische Wehranlage in Bayern einen spannenden Schlussakkord. Der Limeswanderweg endet in Bad Gögging. Unter Kaiser Trajan wurden dort 80 n. Chr. Badeanlagen erbaut, die den Ort zu einem der größten römischen Bäder nördlich der Alpen machten. Heute sind die Relikte dieser riesigen Anlage unter der St.-Andreas-Kirche zu besichtigen – und auf müde Wanderer warten die modernen Kur- und Badanlagen dieses traditionsreichen Thermenortes. Wer sich ausführlich über den obergermanisch-raetischen Limes und die römische Vergangenheit Bayerns informieren möchte, kann dies im Zentralen Bayerischen Limes-Informationszentrum in Weißenburg i. Bay. tun. Das 2006 eröffnete Zentrum im Römermuseum der Stadt ist ein attraktives Forum für römische Geschichte und Kultur in Bayern: Auf 200 Quadratmetern machen sich Be­su­cher anhand von Exponaten, medialen Präsentationen und originalgetreuen Modellen anschaulich ein Bild von der Vergangenheit. Weißenburg mit dem rekonstruierten Kastell Biriciana und den frei gelegten römischen Thermen eignet sich auch für einen Abstecher zu Beginn der Tour: Als rund 11 Kilometer langer Stichweg führt die „Via biriciana“ vom Limeswanderweg in die „Römerstadt“ Weißenburg.


Bilder

Feiern mit den Römern beim Limesfest in Kipfenberg. Foto: Naturpark Altmühltal

Das idyllische Anlautertal ist Ziel des Radweges Eichstätt-Titting. Ruine Titting. Foto: Naturpark Altmühltal
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Adresse
Informationszentrum Naturpark Altmühltal
Notre Dame 1
85072 Eichstätt

 

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