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C.C. Mätressen - Uraufführung - Sommertheater - Ansbach

Beginn:
14.07.2022, 20:30 Uhr
Ende:
-
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Sommertheater
Eine dokumentarisches BaRockmusical zum 801. Stadtjubiläum der Stadt Ansbach

„Man stößt in Franken auf recht hübsche Gesichter, aber die Kleidertracht verdirbt alles wieder“

Mätressen haben’s nicht leicht, nicht einmal in der Nachwelt. Als lüsterne Gespielinnen der Macht beäugt, ebenso gierig wie skrupellos, spielen sie in Geschichtsbetrachtungen meist eine untergeordnete Rolle. Während die absolutistischen Herrscher von Gottes Gnaden regierten und auch in heutigen Zeiten noch lokalpatriotischen Stolz hervorrufen, haben sich Mätressen ja nur hochgeschlafen, auf verruchte Art und Weise Macht erschlichen. Dabei hatten Mätressen durchaus wichtige Funktionen. An einigen Höfen war es gar ein festes Amt. Neben den Gattinnen der Herrscher waren Mätressen die einzigen Frauen in der Politik dieser Jahre. Und ohne die milde Hand einer mitregierenden Mätresse im Hintergrund hätte es an einigen Höfen zappenduster ausgesehen. Zum 801. Stadtjubiläum der Stadt Ansbach wollen wir uns zwei herausragenden und konkurrierenden Mätressen der Stadtgeschichte widmen. Hyppolite Clairon und Lady Craven. Zwei starke Frauen, weitgereist, mit Sinn für Kultur und Lebensart. Und der barocken Lust zum Feiern. Denn der größte Feind des höfischen Lebens ist die Langeweile. Aber Geschichte findet nicht nur bei Hofe statt sondern auch in der Kirche, auf dem Lande, auf den Straßen und in den Wirtshäusern. So entsteht in diesem dokumentarisch-musikalischen Projekt ein Kaleidoskop jener Jahre mit dem Hof im Zentrum. Es geht um Blitzableiter, Kaffee, die „Schminksucht“ der Frauen, die französische Revolution, schlecht gekehrte Straßen, Bier, Soldatenverkäufe und natürlich auch, das sind wir heutigen den früheren Theaterschaffenden schuldig, ums Theaterleben der Stadt Ansbach.

Dabei gilt ein Prinzip: Alle Texte dieses Abends sind Originale. Es wird kein Satz hinzugedichtet oder verändert. Man spricht wie damals. Und hört Musik von damals. Allerdings mit heutigen Ohren. Weil die barocke Feierlust an Sex, Drugs & Rock’n Roll erinnert, dienen Motive damaliger Barockopern als Grundlage heutiger Rocksongs.

Der Historiker Peter Sindlinger und Axel Krauße haben schon mehrere dokumentarische Theaterprojekte realisiert, die bundesweit zu Festivals eingeladen waren.

Regie: Robert Arnold
Musikalische Leitung: Ulrike Koch, Klaus Hügl
Bühne und Kostüme: Jörg Zysik

mit:
Nicole Schneider, Joana Tscheinig, Sophie Weikert, Robert Arnold, Frerk Brockmeyer, Philipp Quell, Paul Schaeffer, Malte Sylvester

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