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China - Abenteuer Jangtze - Erlangen

Beginn:
17.11.2019, 17:00 Uhr
Ende:
-

China - Abenteuer Jangtze in Erlangen

„Nichts ist unmöglich.“ Dieser Satz schien mir immer etwas übertrieben. Doch jetzt bin ich davon überzeugt, dass die Grenzen des Machbaren weiter entfernt liegen, als wir glauben. Mit großer Freude und viel Stolz kann ich bekannt geben, dass ich als erste Rollifahrer an der Quelle des Jangtsekiang in Tibet stand.

Nach der Reise entlang des Ganges durch Indien, nach dem Mekong durch fünf asiatische Länder, war der Jangtse für mich nur eine logische Konsequenz.

Im Jahr 2017 bin ich voller Abenteuerlust in Shanghai an seiner Mündung gestartet, hatte über 6000 Kilometer durch das viertgrößte Land der Erde vor mir. Geholfen hat mir nicht nur mein „Triebling“, ein Schiebemotor, der meinem Rollstuhl den rechten Speed gegeben hat und mich nie im Stich ließ. Vor Allem waren es die vielen Helfer, Begleiter und letztendlich „Schreibtischtäter“ mit Beziehungen zu höheren Stellen, die sich von meinem Projekt „Explore Jangtse“ haben mitreißen lassen. Größten Dank aber bin ich meinem chinesischen Freund Sun De Yue schuldig, der sich voller Begeisterung daran beteiligt hat meinen Traum Wirklichkeit werden zu lassen.

Obwohl der Jangtse immer unser roter Faden durch China war, haben wir auf unserer Reise große Abstecher durch atemberaubende Landschaften unternommen. Da waren die 200 Meter hohen, bewaldeten Sandsteinpfeiler um die Stadt Zhangjiajie, die jeden Besucher in die Scheinwelt des Films Avatar versetzt; es ging durch die Schluchten des Wulong Nationalparks; zur größten, aus dem Fels gehauenen Buddhastatue der Welt; durch Terrassenfelder oder zu den 300 Meter hohe Sanddünnen in der Badain Jaran Wüste, zwischen denen sich Seen gebildet haben. Ein unvergesslicher Anblick. Nicht zuletzt haben uns die 6000 Meter hohen Berge um die Quelle des Jangtse, die Tanggula Mountains und der Geladaindong Gletscher, aus dem der längste Strom Asiens entspringt, begeistert.

Megastädte am Jangtse, die seit dem Bau des großen Staudamms zu explodieren scheinen, standen im krassen Gegensatz dazu und eine Bevölkerung die Schwierigkeiten hat, dem rasanten Wachstum des Landes zu folgen. Ihre Portraits und Interviews geben ein lebendiges Bild der Gegenwart des heutigen China.
Andreas Pröve

Andreas Pröve, geboren 1957, bekannter Fotoreporter und Buchautor, verunglückte als 23jähriger mit seinem Motorrad und ist seitdem querschnittsgelähmt. Schon drei Jahre nach dem Unfall brach er im Rollstuhl zur ersten Indienreise auf und tourt bis heute, getrieben von der Lust am Entdecken und unstillbarer Neugier, durch die Welt. Dabei schreckt er auch nicht vor extremen Herausforderungen zurück.

Ebenso offensiv und hautnah wie er reist, ist seine Bühnenpräsenz. Authentisch und emotional fesselt er das Publikum. Ansteckender Witz, Humor und die Offenheit dessen, der das Leben liebt, prägt auch seine Bücher, die die "SPIEGEL" Bestsellerlisten erreicht haben. Mit seiner Familie lebt Pröve heute am Südrand der Lüneburger Heide.

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