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Pärt – Bach – Mendelssohn - Nürnberg

Beginn:
18.05.2019, 19:00 Uhr
Ende:
-

Pärt – Bach – Mendelssohn in Nürnberg

Das Programm des Bachchorkonzerts am Vorabend des Kantate (= „Singet“) genannten 4. Sonntags nach Ostern gestaltet das Lorenzer Jahresthema CHRISTUS: mitten unter uns in besonderer, chronologischer Weise: von der Vorausschau auf den Messias im 110. Psalm über die Himmelfahrt dessen, der bei seinem Abschied gesagt hat „Siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende“ bis zum Lob Christi, der in Wort und Sakrament inmitten seiner Gemeinde gegenwärtig ist.

Statuit ei Dominus, von Arvo Pärt 1990 für zwei Chöre im Tintinnabuli-Stil geschrieben, vertont einen an Psalm 110 angelehnten Text („Ihm hat der HERR einen Bund des Friedens aufgerichtet und ihn zum Fürsten gemacht: damit er die Würde des Priestertums hätte auf ewig. Halleluja.“) Martin Luther nennt den 110. Psalm den „echten Hauptpsalm von unsrem lieben Herrn Jesu Christo“. Der Psalm verweist auf den, in dem er nach christlichem Verständnis zur Erfüllung kommt: auf Christus, den Friedefürsten und ewigen Hohenpriester.

Johann Sebastian Bachs Himmelfahrtsoratorium (Lobet Gott in seinen Reichen, BWV 11) ist eine große Festmusik: Evangelist, drei weitere Solisten, Chor und ein Orchester bestehend aus Flöten, Oboen, drei Trompeten, Pauken, Streichern und Basso continuo geben dem Christusfest strahlenden Glanz. Allerdings thematisiert der überlieferte Bericht in der Fassung der Evangelisten Markus und Lukas und der Apostelgeschichte vor allem den entschwindenden Christus, den, der scheinbar „nicht mehr unter uns“ ist.

Felix Mendelssohn Bartholdy, der evangelisch getaufte und erzogene Enkel des jüdischen Philosophen und Aufklärers Moses Mendelssohn, vertont im Jahr 1846 die Sequenz Lauda Sion Salvatorem; Anlass sind die zum 600. Jahrestag des Fronleichnamsfests im belgischen Liège geplanten Feierlichkeiten. Den Text des „Lauda Sion“ dichtete Thomas von Aquin im 13. Jahrhundert für das damals neu eingeführte Fronleichnamsfest. Darin geht es um das Lob des Abendmahles, in dem Christus mit seiner Liebe und Hingabe in der Gestalt von Brot und Wein gegenwärtig wird. Diese Gaben, „der Engel Himmelsspeise“ werden zur Nahrung auf dem Pilgerweg des Lebens. („Ecce panis angelorum“ – so auch die Aufschrift auf dem Sakramentshaus von Adam Kraft in St. Lorenz – „factus cibus viatorum“). Die damals definierte Lehre von der Verwandlung von Brot und Wein in Christi Fleisch und Blut („Transsubstantiationslehre“) war lange Zeit Streitpunkt im Abendmahlsverständnis der christlichen Hauptkonfessionen. Mittlerweile verbindet evangelische und katholische Christen die Betonung der gemeinsamen Lehre von der Realpräsenz Christi im Abendmahl. Mendelssohns "Lauda Sion" ist eine prächtige Festmusik: Stellt der im selben Jahr 1846 uraufgeführte „Elias“ Mendelssohns Hauptwerk im Bereich des Oratoriums dar, so gilt Gleiches für das „Lauda Sion“ im Bereich seiner liturgischen Kirchenmusik.

Die im Gedenken an Karl Richter in München gegründete und dort ansässige Stiftung Bücher-Dieckmeyer fördert die Pflege der Kirchenmusik in Bayern. Der Stiftungszweck wird insbesondere verwirklicht durch die Verleihung von Preisen, durch Zuschüsse und durch Förderung von besonders anspruchsvollen Interpretationen in Konzerten, auf Tonträgern oder in den Medien. 2019 wird diese Stiftung 25 Jahre alt. Sie nimmt dieses Jubiläumsjahr zum Anlass, mehrere Preise zu vergeben. Wir freuen uns sehr, dass der Bachchor St. Lorenz als einer der drei Preisträger ausgewählt wurde.
Der Jubiläumspreis wird dem Bachchor im Rahmen des Konzerts am 18. Mai überreicht.

Marlene Mild – Sopran
Dorothée Rabsch – Alt
Martin Platz – Tenor
Andreas Burkhart – Bass
Bachchor St. Lorenz
ensembleKONTRASTE
Matthias Ank – Leitung
Unter der Schirmherrschaft des Regierungspräsidenten von Mittelfranken, Dr. Thomas Bauer.

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Die Eintrittskarte gilt auch als Fahrkarte im gesamten VGN-Verbundgebiet (ab vier Stunden vor Konzertbeginn bis Betriebsschluss).

Foto: Thomas Bachmann

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